Wirtschaft : Bankgesellschaft plant Kündigungen

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Die Gespräche über eine Senkung der Personalkosten bei der Bankgesellschaft um rund 300 Millionen Euro sind durch ein Schreiben der Arbeitgeberseite erheblich belastet worden. Der Vorstand hatte darin angekündigt, auch betriebsbedingte Kündigungen vornehmen zu wollen. Diese sollen gegenüber Arbeitnehmern ausgesprochen werden können, die nicht zu beispielsweise Vorruhestandsregelungen oder Teilzeitarbeit bereit sind. Das Vorhaben würde der Vereinbarung widersprechen, nach der betriebsbedingte Kündigungen bei der Bankgesellschaft bis zum Jahresende 2004 ausgeschlossen sind. Bernd Reinhard, Betriebsratschef bei der Berliner Bank und Aufsichtsratsmitglied der Bankgesellschaft, sowie Helmut Tesch, Personalratsvorsitzender der Landesbank und ebenfalls Aufsichtratsmitglied der Bankgesellschaft, äußerten sich empört über die "Drohung". Am heutigen Mittwoch würden die Personal- und Betriebsräte des Konzerns zusammenkommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Am Donnerstag soll im so genannten Sanierungsausschuss mit der Arbeitgeberseite gesprochen werden.

Der Aufsichtsrat der Landesbank diskutierte am Dienstagabend über eine außerordentliche Kündigung des Vorstands Bernd-Peter Morgenroth. Eine Entscheidung war bis Redaktionsschluss noch nicht gefallen.

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