Wirtschaft : Bankgesellschaft prüft Schließung von Niederlassungen

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Bei der Bankgesellschaft Berlin beginnt das Kostenrechen im Detail. Nachdem am Mittwoch der Vertrag über Einsparungen im Personalbereich von 300 Millionen Euro und bei den Sachkosten in Höhe von 150 Millionen Euro vom Vorstand sowie den Betriebs- und Personalräten unterzeichnet worden ist, geht es nun um die Umsetzung. Die Einsparungen im Personalbereich entsprechen rund 4000 Stellen. Sie sollen aber zu einem Gutteil durch vorzeitigen Ruhestand, Altersteilzeit, Teilzeit, Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich und Aufhebungsverträge erreicht werden. Im Zuge der Neuausrichtung als starke Regionalbank würden zunächst die Standorte im übrigen Bundesgebiet überprüft, hieß es von Seiten der Bank. Dies sind die Niederlassungen in Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Frankfurt (Main), Stuttgart und München mit insgesamt 150 bis 200 Beschäftigten. Zum Teil sind dies frühere Niederlassungen der Berliner Bank, die nach der Verschmelzung des Instituts auf die Bankgesellschaft von dieser weitergeführt wurden. Die Wirtschaftlichkeit dieser Standorte werde derzeit überprüft, bestätigte auch der Betriebsratsvorsitzende der Berliner Bank, Bernd Reinhard. Noch sei aber alles offen, mit schnellen Ergebnissen sei nicht zu rechnen. Man habe erst nach der Risikoabschirmung überhaupt mit der Überprüfung beginnen können.

Ebenfalls auf dem Prüfstand stehen alle Filialen der Sparkasse und der Berliner Bank im Berliner Stadtgebiet. Derzeit gibt es rund 80 Filialen der Berliner Bank mit zusammen rund 750 Mitarbeitern und etwa 180 Filialen der Landesbank/Sparkasse mit rund 4950 Beschäftigten. Nach früheren Berichten könnten rund zehn Prozent der Filialen von Berliner Bank und Sparkasse geschlossen werden. Wiederholt hatte der Vorstand darauf hingeweisen, dass es bei der Zwei-Marken-Strategie bleiben soll.

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