Wirtschaft : Bankgesellschaft: Spitzengespräch

Die Zukunft der angeschlagenen Bankgesellschaft Berlin und ihrer Teilbanken soll voraussichtlich am Wochenende im Mittelpunkt eines politischen Spitzengespräches stehen. Dabei geht es vor allem um eine neue Struktur für den Konzern, der durch riskante Immobilien- und Kreditgeschäfte der Töchter Berlin Hyp, IBG und Landesbank Berlin (LBB) in eine Schieflage geraten ist, berichtet die dpa.

Als Teilnehmer kämen neben dem Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) die Aufsichtsräte der LBB aus der Regierung in Frage - Finanzsenator Peter Kurth, Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner (beide CDU) und Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD). Das Gespräch soll der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen von Bankgesellschaft und Landesbank in der kommenden Woche dienen. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Das Land Berlin ist mit 56,6 Prozent der Mehrheitseigner der Bankgesellschaft. Der Konzern hatte am Dienstag eingeräumt, dass wegen spät entdeckter Risiken bei der LBB mit 360 Millionen Euro voraussichtlich fast das Doppelte an Wertberichtigungen abgeschrieben werden müsse. Ob die Bankgesellschaft 2000 in die Verlustzone rutscht, steht noch nicht fest. Der Vorstandsvorsitzende der Bankgesellschaft, Wolfgang Rupf, schloss weitere Wertberichtigungen als die nun offenkundigen 680 Millionen Euro jedenfalls nicht aus.

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