Wirtschaft : Bargeldloser Zahlungsverkehr: Milliardenschäden durch Kreditkartenbetrug

Durch Betrügereien mit bargeldlosen Zahlungsmitteln wie Kreditkarten entsteht in der Europäischen Union ein jährlicher Schaden in Höhe von umgerechnet 1,2 Milliarden Mark. Nach Schätzungen der EU-Kommission in Brüssel hat die Zahl der grenzüberschreitenden Betrugsfälle in diesem Bereich im vergangenen Jahr um fast 50 Prozent zugenommen. Ein Großteil entfalle dabei auf Zahlungen per Telefon oder Internet. Die Behörde kündigte einen dreijährigen Aktionsplan an, der in Absprache mit der Zahlungskartenindustrie, nationalen Behörden, Einzelhändlern, Netzbetreibern und Verbraucherverbänden erarbeitet worden sei.

"Angesichts der Größenordnung des grenzüberschreitenden Betrugs sind Maßnahmen auf europäischer, ja sogar weltweiter Ebene dringend geboten", sagte EU-Binnenmarkt-Kommissar Frits Bolkestein. Kriminelle wenden nach seinen Worten ausgefeilte Betrugs- und Fälschungsmethoden an und nutzten jede Schwachstelle im System. "Wir müssen zusammenarbeiten und sie mit ihren eigenen Waffen schlagen", sagte Bolkestein. Die Kommission setzt daher auf technische Verbesserungen sowie eine bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen der Zahlungsverkehrsindustrie und den Ermittlungsbehörden.

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