Wirtschaft : Barilla kann Kamps schlucken

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Den italienischen Nudelhersteller Barilla hindert nichts mehr an der 100-prozentigen Übernahme des Düsseldorfer Großbäckers Kamps. Wie Barilla mitteilte, besitzt der Konzern nach der zweiten und endgültigen Frist für die Annahme der Übernahmeangebots von 12,50 Euro je Anteil jetzt 96,69 Prozent der Kamps-Aktien. Damit ist die Schwelle von 95 Prozent überschritten, die Voraussetzung für ein so genanntes Squeeze-out ist, mit dem das Unternehmen die verbliebenen Kleinaktionäre aus dem Konzern herausdrängen kann.AP

EADS erhöht Prognose

Europas größter Flugzeugbau- und Rüstungskonzern EADS hat seine Prognose für den diesjährigen Gewinn vor Steuern erhöht. Auch für den Flugzeughersteller Airbus zeigte sich EADS zuversichtlicher als noch bis vor kurzem. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, wird nunmehr ein Gewinn von rund 1,44 Milliarden Euro vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen erwartet. Das sind 20 Prozent mehr als bislang veranschlagt worden war. An der Börse honorierten die Anleger die neuen Perspektiven mit Kursgewinnen.Tsp

Alcatel kämpft mit Verlusten

Der Telekomausrüster Alcatel ist durch hohe Restrukturierungskosten im zweiten Quartal 2002 erneut tief in die roten Zahlen gestürzt. Der Nettoverlust erreichte 1,4 (Vorjahresquartal 3,1) Milliarden Euro. Im operativen Geschäft entstand im zweiten Quartal ein Verlust von 177 Millionen Euro nach einem Betriebsgewinn von 177 Millionen Euro vor einem Jahr. Am Markt gebe es kein Anzeichen der Erholung, sagte Vorstandschef Serge Tchuruk. Er kündigte zugleich den Abbau weiterer Stellen an. Von Ende 2001 bis Ende 2003 wird sich die Beschäftigtenzahl im Konzern nach bisherigen Angaben um 30 000 auf 70 000 verringern. dpa

Siemens-Stellen gefährdet

Der Siemens-Konzern muss angesichts der Hightech-Flaute weiter sparen. Jetzt trifft es den IT-Dienstleister SBS Siemens Business Services. In einem Brief an die Mitarbeiter, der dem Handelsblatt vorliegt, kündigte SBS-Chef Paul Stodden am Donnerstag an, dass weltweit erneut 2500 volle Stellen eingespart werden müssen. Dies entspricht Kosten von 500 bis 600 Millionen Euro. HB

Daimler-Chrysler baut ab

Daimler-Chrysler wird im Bus-Geschäft in diesem Jahr insgesamt rund 500 Stellen abbauen. Diese Zahl bestätigte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Tochter EvoBus, Joachim Horner. Hintergrund sei die extrem schwierige Lage auf dem Bus-Markt. Ein Firmensprecher wollte die Zahlen nicht kommentieren, betonte jedoch, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen gebe. dpa

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