Wirtschaft : BASF bekommt einen neuen Chef

Strube geht, Hambrecht folgt. Der Chemiker steht für Kontinuität

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Berlin (pet). Das Motto des künftigen BASFChefs Jürgen Hambrecht ist Programm: „Nicht schwätze, schaffe.“ Das hat der gebürtige Schwabe in den vergangenen Jahren treu befolgt. Vor fast drei Jahrzehnten begann der 56-jährige promovierte Chemiker seine Karriere wie viele der BASF-Manager im Kunststofflabor des Konzerns, am heutigen Dienstag wird er ganz oben angekommen sein: Am Tag der Hauptversammlung löst Hambrecht den bisherigen Vorstandschef Jürgen Strube an der Spitze ab. Der 63-jährige Jurist hat den Konzern 13 Jahre lang geführt. Er wechselt jetzt in den Aufsichtsrat.

Strube hat die Internationalisierung der BASF wesentlich vorangetrieben. Sein Nachfolger wird daran anknüpfen – dass die Wahl auf ihn fiel, wird als Zeichen der Kontinuität gewertet. Zu Hambrechts Aufgaben gehört die geplante Erweiterung des Pflanzenschutz-Geschäftes, genauso wird er sich um die Stärkung der Kunststoff- und Chemiesparten und die Weiterentwicklung des für die BASF wichtigen Öl- und Gasgeschäfts kümmern müssen. Die Erwartungen an ihn sind hoch: „Strube hinterlässt große Schuhe“, sagte Ulrich Küppers, der Leiter des IG BCE-Büros in Ludwigshafen.

Hambrecht hat sich im Laufe der Jahre intensiv auf die neue Aufgabe vorbereiten können. Nach den Lehrjahren im Labor wechselte er bei der BASF Lacke und Farben ins operative Geschäft. Mitte der 90er Jahre ging er für den Chemiekonzern nach Hongkong. Dort schuf er als Bereichsleiter für das Asiengeschäft die Voraussetzungen für den neuen Verbundstandort in China, also die kostensparende Konzentration auf große Standorte und Schaffung von Wertschöpfungsketten, die schon Strube gepflegt hatte. Erst vor drei Jahren kehrte Hambrecht an den Stammsitz nach Ludwigshafen zurück, um das Chemikaliengeschäft zu leiten. Ab morgen wird er auch den Chefsessel übernehmen.

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