BASF : Chemieriese auf Rekordkurs

Nach einem kräftigen Umsatz- und Gewinnzuwachs erwartet der Chemiekonzern BASF ein neues Rekordjahr. Ein Umsatz von rund 58 Milliarden Euro ist in Sicht.

BASF Vorstand
Der Vorstandsvorsitzende der BASF, Juergen Hambrecht (l.), und Finanzvorstand Kurt Bock erwarten einen Rekordumsatz für das Jahr...Foto: ddp

LudwigshafenDer weltgrößte Chemiekonzern BASF sieht die Zukunft rosig: Nach einem Gewinnsprung und Umsatzzuwächsen im dritten Quartal 2007 wurde die Prognose angehoben. Die Ludwigshafener stehen vor einem neuen Rekordjahr.

Von Juli bis September stieg der Umsatz auch dank Preiserhöhungen im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 13,96 Milliarden Euro. Das Unternehmen habe laut Mitteilung den Absatz nochmals steigern können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um 17,5 Prozent auf 1,69 Milliarden Euro zu. Das Vorsteuerergebnis betrug 1,58 (Vorjahr: 1,31) Milliarden Euro. Der Gewinn lag auch wegen einer geringeren Steuerquote mit 1,21 Milliarden Euro um 97,9 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres (613 Millionen Euro).

Keine Angst vor Wachstumsschwäche

„Wir wollen einen Umsatz erreichen von rund 58 Milliarden Euro und das sehr, sehr gute Ergebnis des Vorjahres

(2006: 52,61 Milliarden Euro)

noch mal übertreffen“, sagte Finanzvorstand Kurt Bock dem Fernsehsender n- tv. Nach Unternehmensangaben ist ein Ebit vor Sondereinflüssen über dem Rekordwert des Vorjahres (7,26 Milliarden Euro) zu erwarten. Bei ihren Annahmen geht die BASF von einem 3,5-prozentigen Wachstum der Weltwirtschaft sowie einem Ölpreis von 70 US-Dollar im Jahresdurchschnitt aus. 

Bock sagte, auch im vierten Quartal sei damit zu rechnen, dass die planmäßige Abschaltung von Großanlagen - vor allem bei Petrochemikalien - das Ergebnis belaste. Die BASF hatte dies bereits im August für das zweite Halbjahr in Aussicht gestellt und den Effekt mit etwa 150 Millionen Euro beziffert. Der Finanzvorstand zeigte sich zuversichtlich für 2008: „Das, was wir heute sehen, gibt uns keinen Anlass, in die nähere Zukunft pessimistisch zu schauen.“ Zwar werde für die USA eine gewisse Wachstumsabschwächung erwartet, die USA würden aber dennoch mit zwei Prozent wachsen. „Das sind Wachstumsraten, von denen wir in Europa vor zwei Jahren noch geträumt hätten“, so Bock. 

Am besten läuft der Pfanzenschutz

„Wir hatten insgesamt ein sehr, sehr gutes drittes Quartal“, sagte Bock. Der Umsatz legte in allen Geschäftsbereichen zu. Den kräftigsten Zuwachs erzielte der Pflanzenschutz mit einem Plus von sieben Prozent. Insbesondere bei Fungiziden für den Sojaanbau in Südamerika seien höhere Verkaufspreise erzielt worden. Absatzsteigerungen im Erdgashandel führten im Öl- und Gasgeschäft zu einem Umsatzanstieg von drei Prozent. Das Ergebnis lag infolge einer geringeren Ölproduktion und rückläufiger Margen im Erdgashandel aber unter dem Wert des Vorjahresquartals.

(mit dpa)

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