Wirtschaft : BASF erhofft sich viel von Cognis

Übernahme soll 130 Millionen Euro einsparen

Frankfurt am Main - Die Übernahme des Spezialanbieters Cognis soll sich für BASF schon in zwei Jahren auszahlen. Das betonten am Mittwoch BASF-Chef Jürgen Hambrecht und Vorstandsmitglied John Feldmann in einer Telefonkonferenz nach Bekanntgabe der Transaktion. „Cognis wird ab 2012 zum Gewinn je Aktie beitragen“, sagte Feldmann, der die Integration von Cognis bewerkstelligen soll.

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF übernimmt den deutlich kleineren Wettbewerber für 3,1 Milliarden Euro inklusive Schulden und Pensionsverpflichtungen. Die bisherigen Cognis-Eigentümer, die Beteiligungsgesellschaften Permira, Goldman Sachs und SV Life Sciences, erhalten 700 Millionen Euro. Finanzieren will der BASF-Konzern, der 2009 51 Milliarden Euro Umsatz und 1,4 Milliarden Euro Jahresüberschuss erzielte, die Akquisition durch Bargeld und Anleihen.

BASF macht sich mit der Übernahme von Cognis unabhängiger von der konjunkturellen Entwicklung. Cognis liefert Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen für die Kosmetik-, Wasch- und Reinigungsmittelindustrie sowie die Ernährungsbranche. BASF steigt dank Cognis von Platz drei zur Nummer eins bei Inhaltsstoffen für die Kosmetikindustrie auf. Die jährlichen Synergieeffekte werden auf 130 Millionen Euro geschätzt. tel (HB)

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