Wirtschaft : BASF: EU-Richtlinie gefährdet Arbeitsplätze

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Ludwigshafen (dpa). Die von der Europäischen Union geplante Erfassung aller Chemikalien gefährdet nach Ansicht des Chemiekonzerns BASF hunderttausende Arbeitsplätze in Europa. Der stellvertretende BASF Vorstandschef Eggert Voscherau sagte der Tageszeitung „Rheinpfalz“, es sei zwar notwendig, die vielen Regelungen für Chemikalien zu überarbeiten. Aber der Entwurf der EU-Verordnung schieße weit über das Ziel hinaus. Die EU-Kommission hatte am Mittwoch eine entsprechende Richtlinie vorgelegt. Der hohe Registrierungsaufwand – Voscherau nannte 18 bis 32 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 – werde dazu führen, dass ganze Produktgruppen und mit ihnen mittelständische Unternehmen mitsamt den Arbeitsplätzen aus der EU verschwänden. Nach Verabschiedung der Richtlinie sollen binnen elf Jahren rund 30 000 Stoffe registriert werden. Die Beweislast, dass ein Stoff ungefährlich ist, soll nach Vorstellung der EU künftig bei der Industrie liegen.

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