Wirtschaft : BASF macht 1998 neuen Rekordgewinn

FRANKFURT ( MAIN) (ro).Trotz einer schwächeren Chemiekonjunktur und trotz der Umsatzeinbußen in Asien und Südamerika steht der Chemieriese BASF vor einem neuen Rekordjahr.Vorstandschef Jürgen Strube führt dies vor allem darauf zurück, daß der Konzern seine konjunkturrobusten Arbeitsgebiete gestärkt und gleichzeitig die Kostenführerschaft in vielen konjunkturabhängigen Geschäften erreicht habe.Trotz des vermutlich neuen Rekordgewinns von mehr als 5,3 Mrd.DM verfehlt die BASF allerdings 1998 das gesteckte Ziel einer Gesamtkapitalrendite von 13 Prozent deutlich.

Vermutlich werde man sogar unter dem Wert von 1997 liegen, meinte Strube auf der Herbstpressekonferenz in Frankfurt.In den ersten neun Monaten konnte der Chemieriese das Betriebsergebnis um knapp sieben Prozent auf 4,07 Mrd.DM steigern.Der Umsatz allerdings schrumpfte leicht auf 41,4 Mrd.DM.Strube stellte für 1998 eine Erhöhung der Dividende in Aussicht.

Zulegen konnte der Konzern sowohl in den Chemie- als auch in den Pharmabereichen.Bei den Chemikalien lag die Vermögensrendite bei stolzen 33 Prozent.Während der Frankfurter Hoechst-Konzern mit seiner Konzentration auf den Pharmasektor nur mühsam vorankommt, brummt das Geschäft der BASF auch in diesem Bereich.Der Pharma-Umsatz seines Hauses werde 1998 doppelt so schnell wachsen wie der weltweite Pharmamarkt, betont Strube.Bei Pharma und im Pflanzenschutz habe man zusätzlich Produkte in der Pipeline mit einem Umsatzpotential von deutlich über einer Mrd.DM pro Jahr.

Mit den Rekordergebnissen wird es 1999 allerdings bei der BASF erst einmal vorbei sein.Wegen der Krise in Asien und Lateinamerika und der wahrscheinlich gebremsten Konjunktur in Europa und in den USA würden neue Rekorde kaum zu erreichen sein, sagte Strube.Die BASF wolle allerdings ihr hohes Niveau halten.Bei den Arbeitsplätzen wird es wohl weiter abwärts gehen.Die Belegschaftszahl werde aber nicht unter 100 000 sinken, betonte der Vorstandschef.Ende September zählte die BASF weltweit 104 000 Mitarbeiter.Trotz der Rekordergebnisse wurden im Vergleich zum Vorjahr erneut gut 1000 Stellen abgebaut.

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