Wirtschaft : BASF nährt Hoffnung auf Aufschwung Chemiekonzern steigert Umsatz und Gewinn

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Berlin Mit überraschend starken Quartalszahlen hat der weltgrößte Chemiekonzern BASF die Erwartungen der Analysten weit übertroffen. Im zweiten Quartal erzielte der Ludwigshafener Konzern bei Umsatz und Gewinn einen deutlichen Anstieg und erhöhte auch das Ergebnis für das Gesamtjahr. Auch das dritte Quartal entwickle sich „sehr ordentlich“, sagte Konzernchef Jürgen Hambrecht am Mittwoch auf einer Telefonkonferenz. Die BASF-Aktie spiegelte die guten Zahlen allerdings nicht wider: Das Papier verbilligte sich bis zum späten Nachmittag um 0,34 Prozent auf 44,52 Euro. Aktienhändler führten das auf den hohen Ölpreis zurück, der fast alle Dax-Werte belastet habe.

Die guten BASF-Zahlen schüren die Hoffnung auf eine Erholung der Chemiekonjunktur. Auch der US-Konkurrent Dow Chemical hatte vor kurzem die Jahresprognose angehoben. Die Chemie gilt als Frühindikator für die Industrie. Wenn sich die Konjunktur verbessert oder verschlechtert, ist das in der Chemiebranche sehr früh ablesbar, weil sie mit ihren Produkten fast alle anderen Industriezweige beliefert.

Nach Angaben des BASF-Konzerns stieg der Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal aufgrund gestiegener Absatzmengen um fast 13 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro. Die BASF habe in vielen Bereichen die Preise erhöht, um die hohen Rohstoffkosten aufzufangen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) vor Sondereinflüssen kletterte in diesem Zeitraum um 44 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Die höchsten Zuwächse erzielte das Unternehmen dabei mit den stärker konjunkturabhängigen Geschäftsfeldern: Chemikalien, Kunststoffe und Veredelungsprodukte. Auch für das zweite Halbjahr rechnet der Konzern mit einer starken Nachfrage. Wachstumsimpulse werden vor allem aus China und Nordamerika erwartet. Als Risiken nennt der Ludwigshafener Chemiekonzern die weiterhin hohen Energie- und Rohstoffkosten. pet

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