Wirtschaft : BASF steigert Gewinn mit Preiserhöhungen Chemiekonzern reagiert damit auf teure Rohstoffe

Maren Peters

Berlin - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat seinen Gewinn im ersten Quartal um mehr als ein Drittel auf 1,6 Milliarden Euro gesteigert. „Die Nachfrage nach unseren Rohstoffen liegt nach wie vor auf einem hohen Niveau“, sagte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Hambrecht auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Mannheim. Auch für das Gesamtjahr ist Hambrecht optimistischer geworden. Obwohl das Ergebnis besser war, als von den meisten Analysten erwartet, konnte die BASF-Aktie das kräftige Plus vom Handelsbeginn am Donnerstag nicht halten. Die Aktie schloss bei 51,44 Euro ganz knapp im Minus. Händler begründeten das mit der Sorge, dass das Hoch im Chemiezyklus 2005 überschritten werden könnte.

BASF profitiert als Lieferant von Rohstoffen und industriellen Vorprodukten vom starken Wachstum der Märkte in Asien und den USA. Der Boom der Chemiekonjunktur hält schon seit Ende 2003 an. Eigentlich hatten Marktbeobachter erwartet, dass sich das Wachstum in den USA jetzt schon langsam abschwächt – und damit auch die Nachfrage nach Chemieprodukten nachlässt.

Doch der Chemiekonzern konnte den Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich um elf Prozent auf 10,1 Milliarden Euro steigern. Nach Angaben von BASF-Chef Hambrecht ist das Wachstum vor allem auf Preiserhöhungen zurückzuführen, mit denen die BASF den sehr hohen und weiter steigenden Rohstoffkosten begegnet sei. Das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen kletterte um 33 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Vor allem das Geschäft mit der Chemie und mit Kunststoffen konnte sich nach Unternehmensangaben stark verbessern. Beigetragen zu der positiven Gewinnentwicklung habe auch eine verbesserte Auslastung der Anlagen und weiter gesunkene Fixkosten. Der Überschuss des Konzerns stieg im ersten Quartal um rund zwei Drittel auf 861 Millionen Euro. Der Hauptversammlung schlug der BASF-Chef eine Erhöhung der Dividende auf 1,70 Euro je Aktie vor.

Für 2005 rechnet Hambrecht mit einer weiteren Verteuerung des Ölpreises von durchschnittlich 35 Dollar je Barrel (159 Liter) der Sorte Brent im Vorjahr auf 45 Dollar in diesem Jahr. Der BASF-Chef geht wie bisher für 2005 von steigenden Umsätzen aus und deutete an, dass auch das operative Ergebnis besser ausfallen könnte als im Vorjahr.

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