BATTERIE-RECYCLING : Wenn der Akku nicht mehr auflädt

Akkus gelten als umweltfreundlich, solange sie laufen, aber als problematisch, wenn sie ausgedient haben – weil sie häufig Schwermetalle enthalten. Doch die Lithium-Ionen-Akkus, mit denen Autohersteller ihre Hybrid- und Elektroautos ausstatten, sind frei von Cadmium, Quecksilber und Blei. Dem Gesetz nach könne man die Akkus sogar sorglos auf die Mülldeponie werfen, schreibt Tesla-Ingenieur Kurt Kelty auf der Website des kalifornischen Autoherstellers. Trotzdem habe Tesla bereits ein Recycling-Konzept ausgearbeitet. Auch der Autozulieferer Continental erklärt, in Zukunft mindestens 50 Prozent der Lithium-Ionen-Akkus recyceln zu wollen. Conti-Partner Johnson Controls tüftelt mit Partnerunternehmen aus der Entsorgungsbranche an der Wiederverwertung seiner Batterien.

Gemäß der neuen EU-Batterie-Richtlinie, die am Freitag in Kraft getreten ist, müssen ab 2012 mindestens 25 Prozent aller genutzten Akkus gesammelt und die Hälfte davon recycelt werden. „Wir haben ein sehr umweltfreundliches Recycling-Verfahren gefunden, bei dem nur sehr wenige, ungiftige Abgase entstehen“, sagt Michael Andrew vom US-Autozulieferer Johnson Controls. Geplant sei auch, die ausgedienten Auto-Akkus zunächst in weniger anspruchsvollen Bereichen weiterzuverwenden, zum Beispiel als Zwischenspeicher für Wind- und Solarstrom. Über Mangel an Rohstoffen müssen sich die Batteriehersteller übrigens vorerst keine Sorgen machen. Die weltweiten Lithiumressourcen reichen nach einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums noch 681 Jahre.me

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