Batteriefabrik für E-Autos : Tesla holt sich Panasonic für "Gigafactory"

Akkus sollen so günstig werden, dass sich jeder ein Elektroauto leisten kann. Mit diesem Ziel plant der Autohersteller Tesla eine riesige Batteriefabrik - mit Know-how aus Japan.

Nur gut 20.000 Autos verkauft Tesla bislang - das soll sich mit der neuen Fabrik ändern.
Nur gut 20.000 Autos verkauft Tesla bislang - das soll sich mit der neuen Fabrik ändern.Foto: dpa

Der kalifornische Elektroauto-Pionier Tesla holt sich für seine geplante Mega-Batteriefabrik fachkundige Hilfe.
Der Elektronikkonzern Panasonic wird die Fertigung der eigentlichen Zellen übernehmen. Schon heute liefern die Japaner den US-Amerikanern Batterien für deren erfolgreiche Elektrolimousine Model S zu.

Die bis zu fünf Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) teure „Gigafactory“ soll bis zum Jahr 2020 mehr Lithium-Ionen-Akkus produzieren als alle heutigen Fabriken zusammen. Das soll die Kosten senken und somit die Produktion billigerer Elektroautos ermöglichen. Elektromobilität soll so für eine breite Masse erschwinglich werden. Die beiden Partner verkündeten die Zusammenarbeit am Donnerstag in Osaka und Palo Alto.

Tesla will das Elektroauto als Konzept weltweit durchsetzen. Zuletzt kündigte der Hersteller an, seine Patente der Konkurrenz zur Verfügung stellen zu wollen. Unter anderem BMW zeigte sich interessiert.

Tesla hofft auf Verzwanzigfachung der Verkäufe

Tesla selbst wird sich um das Bauland und die Gebäude kümmern. Dazu will die Firma nach früheren Angaben zwei Milliarden Dollar investieren. Panasonic wird mit der Fertigung der Batteriezellen die Hälfte der Fläche einnehmen. Den Rest besetzen andere Zulieferer und Tesla, um die fertigen Batteriepacks für die Autos zusammenzubauen.

Tesla-Chef Elon Musk hatte den Plan für die „Gigafactory“ im Februar verkündet. Schon damals wurde über Panasonic als Partner spekuliert. Mit Hilfe der Fabrik sollen Teslas Autoverkäufe von jährlich 22.500 auf eine halbe Million hochgeschraubt werden. Mit dem Bau des Werks soll laut früheren Angaben noch in diesem Jahr begonnen werden. (dpa)

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben