Wirtschaft : Bau-Krise spitzt sich zu

Höchste Arbeitslosigkeit im Osten seit der Einheit

BERLIN/BONN (dpa). Der Einbruch in der ostdeutschen Bauwirtschaft hat im Juli die Arbeitslosigkeit unter Bauleuten in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß steigen lassen.Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie mitteilte, sei die Zahl der Arbeitslosen mit bauhauptgewerblichen Berufen um über 43 Prozent auf fast 92 600 gestiegen.Dies sei die höchste Arbeitslosenzahl seit der deutschen Einheit, sagte Verbandssprecher Heiko Stiepelmann. Im Mai sei die Nachfrage nach Leistungen des Ost-Bauhauptgewerbes auf breiter Front eingebrochen, hieß es weiter.Die Summe der Auftragseingänge sei um real knapp 17 Prozent zurückgegangen.Für die ersten fünf Monate des Jahres errechne sich damit ein Auftragsminus von real 12,6 Prozent.In Berlin ging die Zahl der Beschäftigten um 13,5 Prozent auf rund 46 000 zurück.Der Auftragseinbruch betrug im Mai sogar fast 34 Prozent.Alle Unternehmen des ostdeutschen Bauhauptgewerbes zusammen beschäftigten im Mai 372 000 Mitarbeiter.Das waren 13,8 Prozent weniger als im Mai 1996.Im ostdeutschen Wohnungsbau mache sich vor allem das Auslaufen der Sonderabschreibungen bemerkbar, hieß es.Die Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte verstärkten den Abwärtstrend noch.

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