Wirtschaft : Baubranche leidet unter Ein-Euro-Jobs

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Berlin Die deutschen Bauunternehmen fordern von der nächsten Regierung, die Rahmenbedingungen für die Branche in der kommenden Legislaturperiode zu verbessern. „Wenn es dem Bau schlecht geht, wird auch die übrige Wirtschaft nicht ins Laufen kommen", sagte am Donnerstag Hans Werner Bonjean, Vorsitzender der Bundesvereinigung Bauwirtschaft. Das primäre Ziel müsse daher sein, Investitionen zu fördern. „Der Investitionsstau ist katastrophal“, sagte Bonjean. „Dabei sind inländische Investitionen Voraussetzung für die Schaffung von Arbeitsplätzen.“ Im ersten Halbjahr waren die Bauinvestitionen mit 94,7 Milliarden Euro um fast sechs Prozent unter der Vergleichsgröße im Vorjahr geblieben.

Neben höheren Investitionen forderte Bonjean auch, die Bürokratie abzubauen sowie den ersten Arbeitsmarkt zu stärken. Ein-Euro-Jobs und Ich-AGs machten den Betrieben zunehmend Konkurrenz. Weiter klagte Bonjean über illegales Lohndumping mit „menschenunwürdigen Lebensbedingungen“. Damit würden weitere Arbeitsplätze vernichtet.

Für das laufende Jahr sehen die deutschen Bauunternehmen keine Hoffnung mehr, aus der Krise herauszukommen. Die Zahl der Erwerbstätigen sank im ersten Halbjahr um 4,2 Prozent auf 2,16 Millionen Personen. Die Betriebe befürchten auch für das kommende Jahr einen Wegfall von Arbeitsplätzen. aha

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