Wirtschaft : Baudienstleister MVS: Hoffnung auf Gewinn - Aber noch keine Dividende

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Der Berliner Baudienstleister MVS bewegt sich aus den tiefroten Zahlen heraus und erwartet nach drei Verlustjahren für 2000 unverändert wieder Gewinne. In den ersten drei Monaten habe sich der Verlust mit 4,9 Millionen Mark gegenüber dem Vorjahr halbiert, und er sei um eine Million Mark niedriger als erwartet, teilte die MVS Miete Vertrieb Service AG am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Berlin mit.

Für das zweite Quartal erwartet MVS ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von bis zu drei Millionen Mark. Unter Einschluss der bei normaler Marktentwicklung zu erwartenden positiven Ergebnisse im zweiten Halbjahr und außerordentlicher Erträge aus dem Verkauf der Containervermietung an den US-Konzern GE Capital Modular Space werde MVS "in der Lage sein, im Jahr 2000 wieder ein positives Jahresergebnis zu erzielen", wurde bekräftigt. Allerdings hatte MVS bereits im Mai angekündigt, dass trotz der Ertragsverbesserung auch für das laufende Jahr keine Dividende gezahlt werde wie bereits 1999 und 1998. 1997 erhielten nur die Kleinaktionäre eine Ausschüttung. Operativ werde man in 2000 nochmals negativ abschließen, so dass eine Dividende auch für dieses Jahr auszuschließen sei, hieß es im Mai.

MVS stößt seit längerem unrentable Bereiche ab und will die Abhängigkeit von der Baukonjunktur verringern. Der Konzernumsatz ging im Zuge der Restrukturierung und des Abbaus des Niederlassungsnetzes bis Ende Mai dieses Jahres weiter um 2,6 Millionen Mark auf 134,3 Millionen Mark zurück. Für das gesamte Jahr werden 350 Millionen bis 370 Millionen Mark erwartet.

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