Wirtschaft : Bauern gehören zu den größten Euro-Fans

Gemeinsame Währung soll Wettbewerbsverzerrungen endlich beseitigen BONN (AFP).Kaum ein Berufsstand in Deutschland freut sich so auf die bevorstehende Einführung des Euro wie die Bauern.Eine Stärkung des Agrarstandorts Deutschland und einen Qualitätssprung erhofft sich Bauernverbandspräsident Gerd Sonnleitner von der Währungsunion.Denn die deutschen Bauern leiden seit Jahrzehnten unter einem besonderen, währungspolitisch bedingten Handicap, das die Strukturprobleme des Berufsstandes erheblich verschärft hat: Während etwa Anfang der neunziger Jahre die Bauern in "Schwachwährungsländern" wie Italien wechselkursbedingte Preiserhöhungen verbuchen konnten, mußten die deutschen Bauern bei den vielfachen Aufwertungen der D-Mark nicht nur Wettbewerbsverzerrungen, sondern auch bittere Einkommensverluste hinnehmen.In keinem anderen Wirtschaftsbereich ist der gemeinsame europäische Markt so weit entwickelt wie in der Landwirtschaft.Die wichtigen Referenzpreise und Beihilfen werden in der europäischen Währungseinheit ECU festgesetzt und sind damit europaweit gleich.Doch ausgezahlt werden Stützungskäufe und Beihilfen in den nationalen Währungen.Auf- und Abwertungen der Vergangenheit hatten damit erhebliche Verzerrungen zur Folge.Wird etwa bei einem Kurs von zwei DM je ECU die D-Mark um zehn Prozent aufgewertet, erhält der deutsche Bauer bei einem Preis von 200 Mark je Tonne Weizen statt 400 Mark nur noch 360 DM.Um derartige Sprünge zu vermeiden, gelten im Agrarbereich bei großen Wechselkursschwankungen zunächst die alten Wechselkurse weiter und werden nur schrittweise angepaßt.Bauern in "Hartwährungsländern" erhalten einen Währungsausgleich, der durch Ausgleichsabgaben finanziert wird, die beim Import von Agrarprodukten aus Abwärtungsländern erhoben wird.Vom gemeinsamen Agrarmarkt bleibt damit bei Wechselkursschwankungen nicht viel.Auch die Ausgleichsmechanismen funktionieren nur in der Theorie reibungslos.In der Praxis waren Währungs- und Grenzausgleich immer wieder in Verhandlungen hart umkämpft und wurden aus Budgetgründen vielfach abgebaut.Die EU-Partnerländer, die sich bei Abwertungen über Exportvorteile freuen, hatten meist wenig Verständnis für die Sorgen der "Hartwährungsländer" wie Deutschland und die Niederlande.Ohnehin wird nicht jede Währungsschwankung automatisch und sofort ausgeglichen.Vielmehr greift der Mechanismus nach Angaben der EU-Kommission erst bei größeren Schwankungen und meist erst mit Zeitverzögerung.In den vergangenen anderthalb Jahren waren dank der relativen Ruhe an den europäischen Devisenmärkten die Belastungen für die deutschen Bauern deutlich geringer als in der ersten Hälfte der neunziger Jahre.Dafür leiden derzeit die britischen Farmer unter der schrittweisen Aufwertung des Pfund.Mit der Währungsunion werden die Preise nicht nur in einer europaweit einheitlichen Währung berechnet, sondern in den Teilnehmerstaaten der Währungsunion auch ausgezahlt.Damit fällt ganz nebenbei ein beachtlicher bürokratischer Aufwand weg.Aus Sicht des Deutschen Bauernverbands würde mit dem Euro ein seit den sechziger Jahren bestehendes "Dauerhandicap" für die deutschen Landwirte verschwinden.Nicht nur in der EU sieht Verbandschef Sonnleitner mit der Einführung des Euro endlich "währungspolitische Chancengleichheit".Mit einem starken Euro könnte Europa auch bei den internationalen Handelsgesprächen mit "mehr Gewicht und Selbstvertrauen" auftreten.Grund zum Jubel über die künftige europäische Agrarpolitik sehen die Verbandsfunktionäre der deutschen Bauern aber dennoch nicht.Die in der "Agenda 2000" vorgesehenen Subventionskürzungen, mit denen die EU-Kommission die Union auf die Aufnahme neuer Mitglieder aus Osteuropa vorbereiten will, vermiesen dem Bauernverband derzeit nachhaltig die Vorfreude auf die Währungsunion.Deswegen halten sich viele Bauern mit optimistischen Äußerungen zurück.Zu viele mußten in der Vergangenheit hart um ihre Existenz kämpfen und fürchten, daß dies in Zukunft nicht anders wird.Im Deutschen Historischen Rathaus überreichte Bundeswirtschaftsminister Günther Rexrodt am Dienstag an insgesamt 16 Filmemacher den deutschen Filmpreis.Sechs Filme erhielten den ersten Preis, zehn davon den zweiten.Dem Film "Flash" von Thorsten Näfer wurde die besondere Ehre zuteil, den geladenen Gästen vorgeführt zu werden.Näfer hatte sich im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates mit dem Thema Drogen und Autofahren auseinandergesetzt und zeigte in seinem Mini-Techno-Musicalfilm, daß sich beides zusammen nicht verträgt.Damit belegte er in der Kategorie "Wirtschaft und Gesellschaft" den ersten Preis.Auch Alexander Scherer eroberte mit seinem Film "Augenblicke" - einem Unternehmensporträt der Firma Carl Zeiss - den ersten Preis in der Kategorie "Leistungen deutscher Unternehmen und Fachkräfte".Rexrodt würdigte zudem in sein Ansprache das 30jährige Jubiläum des Deutschen Wirtschaftsfilmpreises und hob die ökonomische Bedeutung der Branche hervor, die immerhin 1000 Produzenten hätte, die Wirtschaftsthemen einem breiten Publikum näherbringen wollten.Im Deutschen Historischen Rathaus überreichte Bundeswirtschaftsminister Günther Rexrodt am Dienstag an insgesamt 16 Filmemacher den deutschen Filmpreis.Sechs Filme erhielten den ersten Preis, zehn davon den zweiten.Dem Film "Flash" von Thorsten Näfer wurde die besondere Ehre zuteil, den geladenen Gästen vorgeführt zu werden.Näfer hatte sich im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates mit dem Thema Drogen und Autofahren auseinandergesetzt und zeigte in seinem Mini-Techno-Musicalfilm, daß sich beides zusammen nicht verträgt.Damit belegte er in der Kategorie "Wirtschaft und Gesellschaft" den ersten Preis.Auch Alexander Scherer eroberte mit seinem Film "Augenblicke" - einem Unternehmensporträt der Firma Carl Zeiss - den ersten Preis in der Kategorie "Leistungen deutscher Unternehmen und Fachkräfte".Rexrodt würdigte zudem in sein Ansprache das 30jährige Jubiläum des Deutschen Wirtschaftsfilmpreises und hob die ökonomische Bedeutung der Branche hervor, die immerhin 1000 Produzenten hätte, die Wirtschaftsthemen einem breiten Publikum näherbringen wollten.nasenase

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