Wirtschaft : Bauern kämpfen um Agrarhilfen EU-Kommissar verspricht Unterstützung

Berlin - Die Bauern in Deutschland und Europa können auf deutliche finanzielle Unterstützung auch in den nächsten Jahren hoffen. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos versprach beim Deutschen Bauerntag, sich für den Erhalt direkter Beihilfen und Mittel für ländliche Entwicklung einzusetzen. „Das ist absolut gerechtfertigt“, sagte er am Freitag. Ciolos sieht Chancen, die bisherige Höhe der Agrarförderung nach 2013 beibehalten zu können. Sonst könne die Landwirtschaft in manchen Regionen verschwinden.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) rechnet nach eigenen Worten mit harten Verhandlungen über den künftigen Agraretat. „Dazu brauchen wir eine echte Kraftanstrengung.“ Ihr Ziel bleibe eine möglichst flächendeckende Landbewirtschaftung.

Bauernpräsident Gerd Sonnleitner forderte Verlässlichkeit bei den Agrarhilfen. „Wir brauchen eine gesicherte Finanzierung, um unseren Weg auf dem Binnenmarkt und im Export gehen zu können.“ Es gehe nicht um einen Weg zurück in die Marktstützung, betonte Sonnleitner. Bei extremen Ausschlägen der Märkte müsse es allerdings ein Sicherheitsnetz geben. EU-Kommissar Ciolos bekräftigte dies: „Wir müssen in der Lage sein, die Einkommen der Landwirte zu sichern, aber auch gegen die Volatilität der Preise anzugehen.“

Die Agrarförderung stellt mit rund 56 Milliarden Euro im Jahr den größten Posten im EU-Haushalt. Die deutschen Bauern bekommen mehr als sechs Milliarden Euro von der EU. Noch ist offen, ob der Betrag auch in der nächsten Finanzperiode ab 2014 gehalten werden kann. dpa

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