Wirtschaft : Baugewerbe sieht Ende der Krise Investitionen sinken nur noch leicht

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(msh). Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) erwartet, dass die Branche nach Jahren der Krise im laufenden Jahr die Talsohle erreicht. 2004 werde die Investitionstätigkeit zwar noch einmal um ein Prozent zurückgehen. „Nach Rückgängen von vier Prozent in 2003 und 5,8 Prozent in 2002 ist das aber ein Hoffnungsschimmer“, sagte ZDBHauptgeschäftsführer Karl Robl. Nach seiner Einschätzung werden sich die Umsätze der Betriebe im Bauhauptgewerbe 2004 um zwei Prozent und die Zahl der Beschäftigten um drei Prozent verringern. Impulse erwartet Robl vom Wohnungsbau und mit anziehender Konjunktur auch vom Wirtschaftsbau.

Unterdessen hat der Hauptgeschäftsführer des Sächsischen Baugewerbeverbandes, Klaus Bertram, für die im Februar anstehenden Tarifverhandlungen in der Bauwirtschaft getrennte Kommissionen für Ost- und Westdeutschland gefordert. „Die Lage der Betriebe in Ost und West ist zu unterschiedlich“, sagte Bertram dem Tagesspiegel. Die anderen Baugewerbeverbände im Osten unterstützten diese Forderung. Ziel sei es aber, einen gemeinsamen Tarifvertrag abzuschließen, sagte Bertram. Zudem müsse in den Verhandlungen über Öffnungsklauseln der Tarifverträge gesprochen werden. „Denkbar sind Öffnungsklauseln in allen Bereichen, sowohl beim Lohn als auch bei der Arbeitszeit“, sagte Bertram.

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