Wirtschaft : Baukonzern Bilfinger verdient sein Geld mit Dienstleistungen Aktionäre erhalten einen Bonus

aus dem Verkauf von Buderus

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Düsseldorf (agr/HB). Deutschlands zweitgrößter Baukonzern trotzt der seit Jahren anhaltenden Branchenkrise: Dank eines stark gewachsenen Dienstleistungs und Auslandsgeschäfts hat das Mannheimer Unternehmen Bilfinger Berger im Geschäftsjahr 2003 das operative Ergebnis deutlich erhöht. Die Leistung stieg ebenfalls um 14 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Inzwischen beträgt der Auslandsanteil 56 Prozent. Der Anteil des in Deutschland erbrachten reinen Baugeschäfts ist dagegen von 31 Prozent auf 27 Prozent gesunken. Der Auftragsbestand stieg um 21 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Auch im laufenden Jahr plant Bilfinger Berger ein deutliches Ergebnisplus und eine Bauleistung von mehr als sechs Milliarden Euro. Die Börse reagierte positiv. Die Aktie gewann 0,55 Prozent und beschloss den Handel bei 29,26 Euro.

Am Vortag hatte bereits Deutschlands größter Baukonzern Hochtief einen deutlichen Ergebnissprung für das abgelaufene Jahr bekannt gegeben und will ebenfalls den operativen Gewinn 2004 weiter steigern. Dabei setzt auch Hochtief auf das baunahe Dienstleistungsgeschäft.

Das operative Ergebnis (Ebita) von Bilfinger Berger stieg 2003 um 26 Millionen auf 100 Millionen Euro. Hauptgrund für den Anstieg war das Dienstleistungsgeschäft rund um Bau und Immobilien, das mehr als 40 Prozent dazu beigetragen hat. Das Konzernergebnis stieg auf 125 (Vorjahr: 115) Millionen Euro. Wegen des darin enthaltenen Sonderertrags von 75 Millionen Euro aus dem Verkauf des Anteils an der Buderus AG sollen die Aktionäre neben der Dividende einen Bonus erhalten. Über die Höhe werde erst noch entschieden, sagte ein Sprecher. Im vergangenen Jahr betrug die Dividende 55 Cent, der Bonus 45 Cent je Aktie. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft ist hingegen um zehn Millionen Euro auf 50 Millionen Euro zurückgegangen. Bilfinger begründete dies mit einem verminderten Beteiligungsergebnis nach dem Verkauf des Buderus-Anteils. Insgesamt erlöste Bilfinger aus dem Verkauf der Buderus-Anteile 551 Millionen Euro, die für Übernahmen eingesetzt werden sollen.

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