Wirtschaft : Baukonzern Heitkamp in der Krise

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Berlin Die Krise der Baubranche hat einen weiteren Konzern erreicht: Das fünftgrößte deutsche Bauunternehmen, Heitkamp-Deilmann-Haniel (HDH) will sich von zwei seiner Tochterfirmen trennen. Betroffen sind die Gleisbaugesellschaft Rail mit 350 Mitarbeitern und die kanadische Bergbaugesellschaft Redpath mit 1050 Beschäftigten. „Die Liquidität ist sehr angespannt“, sagte Konzernchef Jochen Rölfs dem Tagesspiegel. Mit den Verkaufserlösen könnte Heitkamp die Sozialpläne bezahlen und die weitere Sanierung des Konzerns finanzieren. „Und es bleibt sogar noch etwas übrig“, sagte Rölfs. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 7000 Beschäftigte, im vergangenen Jahr kam es auf einen Umsatz von 850 Millionen Euro. Bankenkreisen zufolge beträgt die Liquiditätslücke knapp 20 Millionen Euro.

Berlin ist von dem Verkauf nicht betroffen. Allerdings kündigte Rölfs gegenüber dem Tagesspiegel an, die Niederlassung „Hochbau“ mit rund 25 Mitarbeitern zu schließen. „Wir haben auf dem Berliner Markt im Schlüsselfertigbau keine Perspektive“, sagte Rölfs. „Wir hätten uns schon viel früher zurückziehen sollen.“ Heitkamp ist unter anderem am Lehrter Bahnhof tätig.

Das „manager magazin“ berichtete, dass Heitkamp das laufende Jahr mit einem zweistelligen Millionenverlust abschließen werde. Demnach schwächele der Konzern auch bei seinem Bergbaudienstleister Deilmann-Haniel. awm/dpa

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