Wirtschaft : Baulandpreise ziehen

BONN .Die Preise für Bauland werden nach Einschätzung der Landesbausparkassen (LBS) weiter steigen.Bei ungebrochener Nachfrage nach baureifen Arealen und gleichzeitig stagnierendem Angebot sei bis Mitte 1999 mit Preisaufschlägen von 2,3 Prozent zu rechnen, geht aus einer am Dienstag in Bonn veröffentlichten Umfrage der Landesbausparkassen bei 600 Immobilienberatern hervor.Die hohen Grundstückspreise seien damit nach LBS-Überzeugung für die meisten Bauinteressenten das Haupthindernis auf dem Weg in die eigenen vier Wände.

LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm warnte davor, aus der aktuellen Entspannung am Mietwohnungsmarkt die falschen Schlüsse zu ziehen und bei der Erschließung neuen Baulands nachzulassen.Nach Expertenschätzungen komme auf absehbare Zeit eine erhebliche Wohnungsnachfrage auf das Baugewerbe zu.Sie gehen von einem Bedarf in der Größenordnung von jährlich bis zu 500 000 Neubauwohnungen aus.Der Preis für Bauland in den neuen Bundesländern und in Ost-Berlin war im ersten Quartal 1998 mit durchschnittlichen 61 DM weit niedriger als im Westen.Allerdings stieg auch er um vier DM im Vergleich und damit überproportional.In den alten Ländern kostete Bauland mit 105 DM pro Quadratmeter eine DM mehr als im Vorjahr.Allerdings gab es in Ostdeutschland eine deutliche Trendwende nach unten.Die Statistiker hatten für den Zeitraum Januar bis März einen durchschnittlichen Preis von 73 DM je Quadatmeter ermittelt.Vor allem in Ostberlin habe es außerordentlich viele Bauland-Verkäufe gegeben, begründete das Amt die Entwicklung.

Als vorbildliche Beispiele für die "Baulandmobilisierung im Ballungsraum" zeichnete die LBS-Organisation sechs deutsche Kommunen aus.Die Preisträger praktizieren unterschiedliche Strategien bei der Entwicklung von bezahlbarem Bauland.Weiter nahmen 58 Städte bundesweit an dem Stadtwappen-Wettbewerb der LBS teil.

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