Wirtschaft : Bausch & Lomb schafft in Spandau mehr als 100 Stellen

Berlin - Die Bausch & Lomb Dr. Mann Pharma GmbH investiert 16 Millionen Euro in den Ausbau ihres Berliner Werkes im Bezirk Spandau. In den kommenden Jahren sollen rund 250 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, jeweils zur Hälfte am Standort und in den europäischen Verkaufsniederlassungen. Wirtschafts- Staatssekretärin Almuth Nehring-Venus sprach von einem „starken Bekenntnis zum Industriestandort Berlin“. Der Senat unterstützt den Ausbau mit rund drei Millionen Euro.

Das vom Erfinder der pipettenlosen Augentropfenflasche, dem Berliner Apotheker Dr. Gerhard Mann, gegründete Unternehmen war 1986 vom US-Konzern Bausch & Lomb übernommen worden. Es ist heute dessen größte Produktionsstätte außerhalb der USA. Von Berlin aus wird neben dem deutschsprachigen Raum ganz Osteuropa versorgt. Auch Vitamintabletten für den US-Markt werden hier produziert. Schwerpunkt im Pharma-Bereich sind Augenpräparate. 2006 wurde auch die Produktion von Kontaktlinsen sowie Lasergeräten und künstlichen Linsen für Augenoperationen aus München nach Spandau verlagert.

Seit 1996 hat sich der Umsatz des Berliner Werkes auf rund 180 Millionen Euro verdreifacht. Bis 2011 soll er auf rund 222 Millionen steigen. Bei gegenwärtig 700 Mitarbeitern hatten die bisherigen Anlagen ihre Grenzen erreicht. Nach dem Ausbau soll die Produktionskapazität um 30 bis 50 Prozent gesteigert werden, so Geschäftsführer Christoph Kessler. Gleichzeitig entsteht ein neues Schulungszentrum für Mitarbeiter. du-

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