Wirtschaft : Bayer AG: Stärkeres Engagement in Fernost

agr

Die Bayer AG will in Asien - vor allem in Japan - trotz der konjunkturellen Abkühlung stärker wachsen als bislang geplant. Der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern habe die Investitionspläne für die Region deutlich erweitert, sagte Vorstandsmitglied Werner Spinner in Tokio. Mit Investitionen von mehr als sechs Milliarden Dollar will Bayer den Anteil der Region am Gesamtumsatz bis zum Jahr 2010 von 16 auf 25 Prozent steigern. 2001 will Bayer den Rekordumsatz von 4,6 Milliarden Dollar aus dem Vorjahr in der Region Fernost übertreffen.

Im ersten Quartal 2001 hatte Bayer dort einen guten Start. Bereinigt um den Verkauf von Unternehmensteilen hat der Konzern den Umsatz in der Region um 13 Prozent auf 1,14 Milliarden Dollar und das operative Ergebnis um elf Prozent auf 104 Millionen Dollar gesteigert. Besonders stark sei das Plus in den Sparten Polymere und Chemie ausgefallen.

Der Löwenanteil der Investitionen fließt dann auch mit mehr als vier Milliarden Dollar in den Ausbau der Bayer-Kunststoffwerke in Südostasien und in China. In Thailand werden bis 2005 allein 750 Millionen Dollar in den Ausbau eines Werks für Polycarbonat mit einer Kapazität von 350 000 Tonnen investiert. China wird zur "internationalen Basis für Polymeranlagen von Weltrang" ausgebaut. Nach Anfangsinvestitionen von bislang 300 Millionen Dollar werden dort weitere 3,1 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2008 investiert.

Dritter Investitionsschwerpunkt ist Japan. Dort will Bayer in den Bereich Life Sciences und insbesondere in die Forschung bis zum Jahr 2010 über zwei Milliarden Dollar investieren.

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