Bayer : Gesundheitsgefährdung durch Medikament

Der Pharmariese Bayer gerät im Zusammenhang mit seinem blutstillenden Medikament Trasylol in den USA unter Druck.

Washington - Wie die US-Gesundheitsbehörde FDA am Freitag mitteilte, übermittelte ihr Bayer erst am Mittwoch die Ergebnisse einer vorläufigen eigenen Studie über mögliche gesundheitsgefährdende Folgen des Mittels. Bei einem Treffen zwischen Repräsentanten von FDA und Bayer am 21. September sei von dieser Studie dagegen keine Rede gewesen - obwohl es darin heißt, Trasylol könne das Risiko von ernsthaften Nierenschäden und Verstopfung der Herzgefäße bis hin zum Tod erhöhen. Derzeit studiere die Gesundheitsbehörde die Erkenntnisse des Bayer-Gutachtens und ihre "Auswirkungen auf eine adäquate Verabreichung des Medikaments".

Das Treffen vom 21. September folgte auf die Veröffentlichung von zwei anderen Studien, denen zufolge die Anwendung von Trasylol mit Risiken behaftet ist. Die Zeitung "Wall Street Journal" berichtete, Bayer habe der US-Gesundheitsbehörde die Erkenntnisse aus seiner vorläufigen Studie erst übermittelt, nachdem ein für Bayern tätiger externer Forscher das Unternehmen dazu aufgefordert habe. Bayer räumte dem Bericht zufolge ein, dass die entsprechenden Informationen der Gesundheitsbehörde vor dem 21. September hätten übermittelt werden sollen und dass dies fälschlicherweise versäumt worden sei. (tso/AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar