Wirtschaft : Bayer hält erst acht Prozent an Schering

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Frankfurt am Main - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer kommt bei der Übernahme des Berliner Konkurrenten Schering voran. Nachdem die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel grünes Licht gegeben hat, steht jetzt die Annahme des Übernahmeangebotes von 86 Euro je Schering-Aktie im Fokus. Die Annahmefrist läuft am kommenden Mittwoch um 24 Uhr aus. Die Transaktion beläuft sich auf 16,5 Milliarden Euro.

Bayer teilte am Freitag mit, die Annahmequote habe am Vortag 8,2 Prozent oder knapp 16 Millionen Schering-Aktien erreicht. Analysten gehen nicht davon aus, dass Bayer das Ziel verfehlt, fristgerecht 75 Prozent zu erreichen. Großaktionäre dienen in der Regel ihre Anteile erst unmittelbar vor dem Ende der Übernahmefrist an. Die Allianz, die 11,4 Prozent hält, hat bereits ihre Zustimmung angekündigt. Die künftige „Bayer-Schering-Pharma“ mit Sitz in Berlin, bei der nun weltweit etwa 6000 Arbeitsplätze zur Disposition stehen, wird mit einem Jahresumsatz von neun Milliarden Euro im reinen Pharma-Geschäft deutscher Marktführer sein. Zusammen mit den rezeptfreien Medikamenten und Tier-Arzneimitteln kommt der dann erweiterte Teilkonzern Bayer HealthCare auf einen Jahresumsatz von etwa 15 Milliarden Euro. Tsp

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