Wirtschaft : Bayer schließt Vergleich in den USA

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(dpa). Der deutsche Pharmakonzern Bayer und die britische GlaxoSmith-Kline haben mit US-Behörden einen Vergleich in Millionenhöhe geschlossen. Beide bezahlen nach Angaben der Bundesanwaltschaft in Boston zusammen eine Summe von 344 Millionen Dollar (315 Millionen Euro). Laut Bundesanwaltschaft handelt es sich um die höchste Summe, die in einem Rechtsstreit für Medicaid, der öffentlichen Krankenversicherung für Bedürftige, jemals vereinbart wurde. Auf Bayer entfielen dabei 257 Millionen Dollar, sagte am Donnerstag eine Sprecherin der Bayer AG in Leverkusen. Den Firmen war vorgeworfen worden, Medicaid mit einem Trick gesetzlich vorgeschriebene Rabatte und die niedrigsten Preise vorenthalten zu haben. Bayer hat demnach sein Antibiotikum Cipro und das Mittel Adalat gegen zu hohen Blutdruck zu teuer verkauft. Im Dezember 2002 hatte der Bayer-Konzern im Zusammenhang mit den Vergleichsverhandlungen eine Rückstellung von mehr als 257 Millionen Dollar angekündigt.

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