• Bayer zahlt für 2002 unverändert hohe Dividende Vorstandschef Wenning rechnet 2003 mit besserem Ergebnis

Wirtschaft : Bayer zahlt für 2002 unverändert hohe Dividende Vorstandschef Wenning rechnet 2003 mit besserem Ergebnis

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Berlin (pet). Der Chemie und Pharmakonzern Bayer will seinen Aktionären trotz schwieriger Zeiten eine unverändert hohe Dividende von 0,9 Euro je Aktie zahlen. Diesen Vorschlag will der Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 25. April unterbreiten, teilte der Konzern nach einer Aufsichtsratssitzung am Donnerstag mit. Bei insgesamt rund 730 Millionen Aktien entspreche dies einer Ausschüttungssumme von 657 Millionen Euro.

Die Aktie legte nach der Ankündigung um zeitweise mehr als vier Prozent zu. Zum Börsenschluss notierte das Papier bei 12,10 Euro – ein Plus von 0,67 Prozent.

Bayer-Vorstandschef Werner Wenning sagte, der Konzern habe das Ergebnis im vergangenen Jahr vor allem durch Verkäufe gesteigert. Daran sollten die Aktionäre beteiligt werden. Für das laufende Jahr zeigte Wenning sich zuversichtlich, das operative Ergebnis verbessern zu können. Die Zahlen für das abgelaufene Jahr will der Konzern am 13. März vorlegen.

Die Dividende soll zwar im Vergleich zum Vorjahr unverändert bleiben, die Aussagekraft ist aber begrenzt: Im vergangenen Jahr hatte Bayer die Ausschüttung aufgrund des Gewinneinbruchs nach dem Rückruf des Cholesterinsenkers Lipobay deutlich von 1,40 Euro auf 0,90 Euro abgesenkt. Lipobay wurde im Sommer 2001 vom Markt genommen. Es steht im Verdacht, für mehr als 100 Todesfälle verantwortlich zu sein. Darum drohen Bayer jetzt teure Schadenersatzklagen in den USA, nach Schätzungen zwischen einer und zehn Miliarden Euro. Der Aufsichtsrat unterstütze auf seiner Sitzung ausdrücklich die Vorgehensweise des Vorstandes. Bayer werde weiterhin verdeutlichen, dass der Konzern verantwortungsvoll und angemessen gehandelt habe, hieß es.

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