Wirtschaft : Bayern für Kirch optimistisch

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Die Bayerische Staatsregierung hofft auf eine baldige Sanierung der verschuldeten Kirch-Gruppe. "Ich bin überzeugt, dass die Rationalität der Beteiligten zu einer Lösung führen wird", sagte Finanzminister Kurt Falthauser (CSU) am Mittwochabend in München. In den kommenden Wochen werde sich Kirch mit seinen Gläubigern auf ein Gesamtkonzept verständigen, ist Falthauser überzeugt. Die bayerische Staatsregierung sei an einer Weiterexistenz des Medienkonzerns interessiert - auch in abgespeckter Form und in ausländischer Hand. "Ich würde die Investoren nicht auf Staatsgrenzen begrenzt sehen wollen", so Falthauser. Kernstück der Sanierung ist unter anderem eine Lösung für den defizitären Abonnementsender Premiere. Geschäftsführer Georg Kofler wird am Dienstag den neuen Businessplan für den Sender vorstellen.

Falthauser, der zugleich Vorsitzender des Kreditauschusses der halbstaatlichen BayernLB ist, sagte zu den 1,9 Milliarden Euro, die die Landesbank an Kirch verliehen habe, Kreditausschuss und Verwaltungsrat hätten den Krediten einstimmig zugestimmt. "Alle miteinander sind verantwortlich, und da bin ich auch dabei." Kirch hatte mit dem Landesbank-Geld unter anderem sein Engagement in der Formel 1 finanziert. "Um den Formel 1-Kredit ist mir nicht bange", sagte Faltlhauser. Dieser sei gut abgesichert.

Unterdessen will der baden-württembergische Regionalsender B.TV die drei lokalen TV-Sender der Kirch-Gruppe übernehmen. "Wir haben Kirch signalisiert, dass wir interessiert sind, die Lokalsender TV München, Hamburg 1 und TV Berlin zu übernehmen", sagte Geschäftsführer Bernd Schumacher am Donnerstag. Ob und wann verhandelt werde, stehe jedoch noch nicht fest.

Bayern für Kirch optimistisch

Finanzminister erwartet Lösung und sieht Landesbank abgesichert

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