Wirtschaft : Bayern will sich bei der Viag zurückziehen

Verkauf der Beteiligung angepeilt MÜNCHEN (dpa).Der Freistaat Bayern will in der nächsten Legislaturperiode seinen Anteil von gut 25 Prozent am Mischkonzern Viag abbauen.Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber sagte am Freitag auf einem Festakt zum 75jährigen Bestehen der Viag, daß das im Zuge der Privatisierung des Bayernwerk-Stromkonzerns 1994 erworbene Aktienpakt "von Anfang an nicht auf Dauer angelegt" gewesen sei.Konkretere Angaben machte er nicht. Mit der Privatisierung Mitte der 80er Jahre habe die "eigentliche Erfolgsgeschichte" des Konzerns begonnen, sagte Vorstandschef Georg Obermeier.Seit 1988 hätten sich Umsatz und Ergebnis jeweils verfünffacht, der Aktienkurs stieg vom Ausgabekurs von 165 DM auf derzeit über 1000 DM.1997 wurde bei einem Umsatz von knapp 50 Mrd.DM und rund 95 000 Beschäftigten ein Jahresüberschuß von rund einer Mrd.DM erwirtschaftet.Rund 80 Prozent der Erträge des Mischkonzerns mit den Schwerpunkten Energie, Chemie, Verpackung, Logistik und Telekommunikation stammen aus der Energiesparte.Viag-Aufsichtsratsvorsitzender Jochen Holzer sagte, daß die "Sturm- und Drangperiode" mit zahlreichen Beteiligungszukäufen nun abgeschlossen sei.Doch räumte der Vorstand ein, daß nicht alle Engagements die Erwartungen erfüllten.Für den Computergroßhändler Computer 2000 wird nun ein Kooperationspartner gesucht. Aus Anlaß des Firmenjubiläums leistet der Konzern eine Anschubfinanzierung von sechs Mill.DM für eine Akademie zur Elitenförderung, die mit den bayerischen Universitäten zusammenarbeiten soll.

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