Wirtschaft : BDI: Chemiepolitik gefährdet Arbeitsplätze

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(dpa). Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) befürchtet den Verlust von mehr als 1,7 Millionen Arbeitsplätzen, sollte ein EURichtlinienentwurf für gefährliche Chemikalien unverändert Gesetz werden. Der BDI präsentierte am Dienstag in Brüssel eine entsprechende Studie der Unternehmensberatung ArthurD. Little. Ludolf von Wartenberg, Hauptgeschäftsführer des BDI, forderte von der Kommission, den Vorschlag zu überarbeiten und schwere Folgen für Europas Industrie zu bedenken. Von Wartenberg sagte, Besorgnis erregend seien der immense bürokratische Aufwand, die hohen Kosten für die Tests und die wettbewerbsschädlichen Zeitverzögerungen. Dies schade vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen. Zudem forderte er die Kommission auf, die zentralen Verfahren der Richtlinie zunächst auszuprobieren. Nach dem Vorschlag der Kommission sollen in der EU erstmals alle Chemikalien erfasst und auf Gefahren für Mensch und Natur getestet werden. Die Behörde hatte im Mai den Entwurf vorgelegt und interessierte Parteien aufgerufen, Änderungsvorschläge via Internet vorzubringen. Die Kommission schätzt, dass die Richtlinie zu Kosten von 4 Milliarden Euro führt.

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