Wirtschaft : Beate Uhse AG: Erotikhändler auf Wachstumskurs

Der Erotikkonzern Beate Uhse hat Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr gesteigert und erwartet weiteres Wachstum. Zur Jahresmitte legte der Umsatz um sechs Prozent auf knapp 117 Millionen Mark zu, wie das Flensburger Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Zugleich sei das Vorsteuerergebnis auf 5,3 Millionen von 5,0 Millionen im Vorjahr gestiegen. Dabei seien die umfangreichen Akquisitionen des Konzerns, insbesondere in den Niederlanden, noch nicht berücksichtigt. Für das Gesamtjahr bekräftigte Beate Uhse seine Prognose, Umsatz und Gewinn weiter erhöhen zu wollen.

Die gesamte Beate-Uhse-Gruppe erzielte einschließlich der noch nicht konsolidierten Beteiligungen in den ersten sechs Monaten einen Umsatz von 193,7 Millionen Mark und ein Vorsteuerergebnis von 19,1 Millionen Mark. Für das gesamte Jahr bekräftigte der Erotikhändler, dass der Umsatz auf 300 (Vorjahr 228) Millionen Mark und das Betriebsergebnis auf 30 Millionen Mark wachsen soll. 2002 werde dann ein Umsatz von 450 Millionen und ein Ergebnis von 55 Millionen Mark angestrebt.

Der Erotikvertrieb via Internet der Beate Uhse New Media entwickelte sich unterschiedlich. Während beim Warenverkauf im klassischen E-Commerce gute Zuwächse erzielt werden konnten, blieb die Vermarktung der so genannten Online-Contents, das sind Bilder, Erotikgeschichten, Chat-Räume und andere inhaltliche Angebote, hinter den Planungen zurück. Bedingt durch die Abschaltung des Inkassodienstes der Deutschen Telekom habe es deutliche Umsatzausfälle gegeben, teilte das Unternehmen mit. Mit einem selbst entwickelten Inkassosystem und zahlreichen neuen Partnerschaften mit verschiedenen Online-Diensten wolle man bei der Vermarktung der Internetinhalte jetzt wieder auf Wachstumskurs gehen. Ziel sei, Beate Uhse New Media nachhaltig als Nummer eins der Internet-Erotikanbieter in Europa zu etablieren. Erste Erfolge zeichneten sich bereits ab.

Beate Uhse ist in zwölf europäischen Ländern im Einzel-, Versand- und Großhandel von Sexartikeln aktiv. Außerdem gibt es Projekte und Beteiligungen in Australien, Neuseeland, Skandinavien und den USA.

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