Wirtschaft : Beate Uhse erwägt Gang an die Börse

FLENSBURG (AP/AFP).In der Unternehmensgruppe Beate Uhse wird ein Börsengang erwogen.Die Akzeptanz von Aktien in Deutschland sei zur Zeit sehr hoch, erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Hans-Dieter Thomsen am Donnerstag in Flensburg.Deshalb dächten Gesellschafter und Geschäftsleitung über den Gang an die Börse nach.Eine Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen.Die 78jährige Firmenchefin Beate Uhse hatte zuvor der "Bild"-Zeitung gesagt, Millionen von Kunden kauften die Sexartikel.Sie würden auch die Aktien kaufen.Nähere Angaben über den geplanten Börsengang machte das Unternehmen zunächst nicht.

Zum Familienunternehmen Beate Uhse gehören über 60 Sex-Shops, das Versandhaus für Sexartikel in Flensburg sowie die Blue-Movie-Kinokette.Bei der Unternehmensgruppe sind Firmensprecherin Irmgard Hill zufolge bundesweit etwa 500 Mitarbeiter beschäftigt.Der Umsatz betrug ihren Angaben zufolge im vergangenen Jahr 130 Mill.DM.In Österreich, der Schweiz und Portugal sind Beate-Uhse-Versandhäuser mit angeschlossenen Ladenketten entstanden, Ende 1997 wurden Lizenzverträge für den Versandhandel in Ungarn und Griechenland abgeschlossen.Beate Uhse hatte den Grundstein für die Unternehmensgruppe 1946 mit der Aufklärung über die natürliche Geburtenregelung gelegt.Zehn Jahre später übersprang der Versandhaus-Umsatz die Millionengrenze.

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