Wirtschaft : Bechstein ist auf gutem Wege

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Berlin Der Berliner Klavierbauer C. Bechstein ist unter dem Dach des koreanischen Samick-Konzerns auf dem Weg zu alter Größe. Das Traditionsunternehmen erhöhte im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 16 Prozent auf 23,5 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern stieg um 19 Prozent auf 1,4 Millionen Euro, teilte die C. Bechstein Pianofabrik AG am Freitag anlässlich der Hauptversammlung in Berlin mit. Bechstein erwirtschaftet nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Karl Schulz etwa die Hälfte des Umsatzes im Ausland. Im ersten Halbjahr 2004 habe der Umsatz um sieben Prozent über dem Vorjahreswert gelegen.

Im vergangenen Jahr betrugen die Investitionen 3,5 Millionen Euro. Der Ausbau des Standortes Seifhennersdorf in Sachsen sei abgeschlossen worden. Zudem habe der Vertrieb gestärkt werden können. Dazu gehöre auch ein größeres Engagement in den Benelux-Staaten. Dort wurde die C. Bechstein Center Nederland B.V. als selbstständige Vertriebsgesellschaft gegründet. Das Unternehmen soll im Herbst offiziell den Geschäftsbetrieb aufnehmen. Der vor 150 Jahren gegründete Klavierbauer sieht nach Investitionen von 14,5 Millionen Euro in den vergangenen Jahren die technologische Neuausrichtung als abgeschlossen an.

Es werde überlegt, das genehmigte Kapital für eine Kapitalerhöhung im zweiten Halbjahr auszunutzen. Die dann fließenden Mittel sollen neben der Eigenkapitalstärkung auch zur Rückführung von Fremdmitteln dienen. Zudem sei ein weiterer Ausbau der Absatzsicherung mit eigenen Zentren geplant. Ende 2002 hatte der Samick-Konzern aus Seoul 60 Prozent der Bechstein-Anteile übernommen. Die Aktie notierte am Freitag bei 8,20 Euro. Im Juli 2003 hatte der Kurs noch bei 6,20 Euro gelegen. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 0,30 Euro bekommen. dpa/Tsp

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