Wirtschaft : Bedenken gegen Zugriff auf Bankdaten

Berlin - Der ab Sonntag mögliche Zugriff der USA auf Bankdaten von Bürgern und Unternehmen in der EU stößt beim Datenschutzbeauftragten Peter Schaar auf massive Kritik. Er sehe „schwerwiegende Datenschutzmängel“ beim Swift-Abkommen zum Datentransfer zwischen den USA und der Europäischen Union, das am 1. August in Kraft tritt, erklärte der Bundesbeauftragte am Freitag in Bonn. Dies gelte trotz der auf Druck des EU-Parlaments verschärften Standards in dem Abkommen. Das nach dem Finanzdienstleister Swift benannte Abkommen gilt zunächst für fünf Jahre. Bis dahin will die EU ein eigenes Kontrollsystem erarbeiten. Betroffen sind Zahlungen, die europäische Bürger und Unternehmen mit Drittstaaten außerhalb der EU tätigen. Swift wickelt täglich rund 15 Millionen Überweisungen zwischen mehr als 8300 Banken weltweit ab. „Es ist zu erwarten, dass – wie bereits in der Vergangenheit – die meisten der an US- Behörden übermittelten Daten Personen betreffen, die in keinerlei terroristische Aktivitäten verwickelt sind“, kritisierte Schaar. AFP

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