Wirtschaft : Beerenobst

Erdbeeren sind teuer, Brombeeren werden billig

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PREIS DER WOCHE

Die Trockenheit treibt den Preis für Beerenobst dieses Jahr in Rekordhöhen. Besonders Erdbeeren sind teurer geworden: Frische Verzehrfrüchte, die zum Großteil aus deutschem Anbau stammen, kosten derzeit nach Angaben der Zentralen Markt und Preisberichtsstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (ZMP) 4,43 Euro pro Kilo – 18 Prozent mehr als Mitte Juli 2002. Schlimmer noch: In ein paar Monaten wird vermutlich auch der Preis für Erdbeermarmelade steigen. Das befürchtet der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie. Zwar kosten Konfitüre-Früchte viel weniger als frisches Verzehrobst, da die Industrie die Rohware zu über 90 Prozent aus dem Ausland bezieht. Aber genau diese Importabhängigkeit wird den Herstellern nun zum Verhängnis: Die extremen Missernten in Süd- und Osteuropa hätten den Preis für das Kilo Konfitüre-Erdbeeren von 90 Cent im Vorjahr auf heute 1,90 Euro mehr als verdoppelt. Auch die ausländischen Konfitüre-Himbeeren seien von der Misere betroffen. Die gute Nachricht: Der Preis für frische Verzehr-Himbeeren aus deutschem Anbau ist leicht gesunken. Laut ZMP kostete das Kilo in der 28. Woche 2002 auf dem Großmarkt 5,14Euro – heute seien es 5,03 Euro. Noch steiler fällt der Preis für Brombeeren. Letztes Jahr Mitte Juli habe man im Großhandel noch 9,63 Euro pro Kilo berappen müssen, heute nur noch 8,65 Euro. Wer jetzt trotzdem einen Schreck bekommen hat, sei beruhigt. Die Brombeer-Saison hat ja gerade erst begonnen. Bis August kann der Preis noch unter fünf Euro fallen. cba /Foto: dpa

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