Wirtschaft : Begrenzter Schaden

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TOURISMUS

Die Anschläge in London werden offenbar kaum Auswirkungen auf die Tourismusbranche haben. „Nach dem jetzigen Stand der Dinge gehen wir nicht davon aus, dass das Reisegeschäft spürbar darunter leiden wird“, hieß es am Freitag beim Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verband (DRV). So habe es auch nach den Anschlägen von Istanbul im Jahr 2003 und Madrid im Jahr 2004 nur kurzfristige Buchungsrückgänge gegeben. Bislang haben nach Angaben von Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften nur wenige Kunden das Angebot genutzt, Reisen und Flüge in die britische Hauptstadt kostenlos zu stornieren oder umzubuchen. Die Flieger nach London seien weiter gut gefragt, sagte ein Sprecher der Lufthansa . Die Aktie der Fluggesellschaft verbuchte am Freitag bereits wieder Kursgewinne, nachdem sie am Vortag über zwei Prozent verloren hatte.

VERSICHERUNGEN

Deutsche Versicherer schätzen, dass keine erheblichen Kosten durch die Schäden in London auf sie zukommen. Allerdings ist noch nicht abzusehen,

wie hoch der Schaden durch die Terroranschläge tatsächlich ist. „Es gibt hier noch keine Schätzungen“, sagte ein Sprecher der Allianz am Freitag. Kommende Woche sei wohl mit einer ersten, groben Bestandsaufnahme zu rechnen. Der Allianz-Versicherungskonzern ist bei Terrorrisiken in Großbritannien rückversichert – und zwar über den halbstaatlichen Rückversicherungspool Pool Re. Der Eigenanteil, für den die

Allianz möglicherweise aufkommen müsste, liege im einstelligen Millionenbereich, sagte der Sprecher. Das sei die maximale Belastung, die dem Konzern durch die Anschläge entstehen könnte. Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück hingegen wird gar nichts zahlen müssen. Nach dem

11. September 2001 seien Terrorrisiken bei den Rückversicherungsverträgen ausgeschlossen worden, sagte ein Konzernsprecher. Tsp

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