Wirtschaft : Behörde will gegen falsche Abrechnungen vorgehen

BONN . Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post will entschiedener gegen Fehler bei Telefonabrechnungen vorgehen. "Durch strengere Auflagen für die Anbieter und Kontrollen bei der Erfassung wollen wir exaktere Telefonrechnungen für die Verbraucher durchsetzen. Die Beweislast für fehlerhafte Rechnungen liegt dabei in jedem Fall bei den Anbietern", sagte der Präsident der Bonner Behörde, Klaus-Dieter Scheurle, der "Bild am Sonntag". Der Regulierer will bei den Anbietern darauf dringen, daß die Verbindungen sekundengenau erfaßt und diese Zeiten in den Abrechnungen aufgeführt werden, sagte Behördensprecher Harald Dörr. Bei jeder fünften Beschwerde, die in den letzten sechs Monaten bei der Regulierungsbehörde landete, ging es um fehlerhafte Gebührenabrechnungen. Damit sei dieser Anteil von 1998 von 15,1 auf 19,1 Prozent gestiegen, sagte Dörr weiter. "Bei vielen Rechnungen stellen unsere Spezialisten dann aber fest, daß sie doch richtig sind." Dörr verwies darauf, daß die vielen Wettbewerber der Deutschen Telekom unterschiedliche Abrechnungsverfahren einsetzen. Ziel sei es, zu einheitlichen und geeichten Systemen zu kommen. Telefonexperte Ronald Dammschnei-der von der Stiftung Warentest sagte, bei fast allen Anbietern kämen falsche Abrechnungen vor.

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