Wirtschaft : Bei Opel geht es jetzt ums Geld Bis Weihnachten weitere Sanierungsschritte

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Rüsselsheim Bei Opel stehen nach dem angekündigten Abbau von knapp 10000 Stellen weitere Sanierungsschritte an. „Die Gespräche zwischen Management und Betriebsrat werden noch vor Weihnachten intensiv geführt“, sagte ein Opel-Sprecher am Freitag in Rüsselsheim. Nach Angaben des Gesamtbetriebsrates soll bis Jahresende eine Lösung über die Zahl der Mitarbeiter erzielt werden, die in auszugründende Firmen wechseln. Im neuen Jahr wird dann über den Erhalt der Standorte und eine Beschäftigungssicherung für die verbleibenden 22000 Mitarbeiter bis 2010 verhandelt. Dafür fordert die Opel-Spitze den Abbau von übertariflichen Leistungen und längere Arbeitszeiten.

„Wir sind bereit, darüber zu sprechen“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. Zunächst gehe es aber um die Frage, wie viele Jobs durch Auslagerung abgebaut werden und wo wie viele Stellen in den neuen Gemeinschaftsunternehmen aufgehen. „Bislang lautet die Planung auf 2000 Mitarbeiter in diesen neu zu bildenden Joint Ventures. Wir wollen aber mehr Jobs absichern und mehr Menschen dort unterbringen.“ Nach Opel-Angaben laufen bereits Gespräche mit potenziellen Partnern. Für diese Verhandlungen gilt das Zieldatum 1. Februar. Der Mutterkonzern General Motors (GM) will bei Opel 9500 Stellen abbauen. Davon sollen bis zu 6500 Mitarbeiter in Beschäftigungsgesellschaften wechseln oder Abfindungen erhalten. 3000 Mitarbeiter sollen in Altersteilzeit gehen oder in Joint Ventures wechseln.

2005 wird auch über die Zukunft der Standorte entschieden. „Da geht es darum, wo die neue Mittelklasse gebaut wird, wo der neue Astra entwickelt wird und ob es eine Zusicherung für das Werk Bochum gibt“, sagte Franz. dpa

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