Wirtschaft : Beiersdorf AG: Der Pharma- und Kosmetikkonzern will Tesa nicht verkaufen

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Der Vorstand des Hamburger Pharma- und Kosmetikkonzerns Beiersdorf AG (Nivea, Labello) hat erneut aufflammenden Börsengerüchten eine Absage erteilt, dass er die seit Anfang April 2001 eigenständig operierende Klebstoffsparte Tesa veräußern wolle. "Wir wollen die Tesa AG nicht verkaufen, sondern wir wollen sie erfolgreich machen", sagte Rolf Kunisch, Vorstandsvorsitzender der Beiersdorf AG, auf der Hauptversammlung des Unternehmens am Dienstag. Tesa strebe mit Innovationen ein Umsatzwachstum von fünf bis zehn Prozent an. Die Tesa-Sparte war zum 1. April in eine eigene Aktiengesellschaft ausgegliedert worden. Die Beiersdorf-Aktie stieg am Dienstag im Tagesverlauf um 3,3 Prozent auf 119 Euro.

Umsatzziele bekräftigt

Kunisch bekräftigte erneut seine Umsatz- und Ertragsziele für das laufende Jahr. Anlass für diesen Optimismus gebe die Umsatzentwicklung des Konzerns in den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Der Umsatz erhöhte sich von Januar bis Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weltweit um 11,3 Prozent. "Das Umsatzwachstum wurde von allen Sparten getragen und es fand in allen Regionen statt. Wechselkursveränderungen glichen sich nahezu aus", sagte Kunisch.

Im Beiersdorf-Konzern soll der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um zehn Prozent auf 4,5 Milliarden Euro klettern, wodurch sich die Netto-Umsatzrendite von 5,5 auf sechs Prozent verbessern soll. Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern und Zinsen, Ebit) soll unter Einschluss aller noch verbliebenen Restrukturierungsmaßnahmen auf von 389 Millionen auf 450 Millionen Euro zulegen. Beim Jahresüberschuss rechnet der Vorstandschef für 2001 mit einem Wachstum von 226 Millionen auf 270 Millionen Euro. Für das vergangene Jahr zahlt Beiersdorf eine um 0,28 Euro auf einen Euro erhöhte Dividende. Sie liegt zuzüglich der Körperschafts-Steuergutschrift bei 1,43 Euro auf neuer Rekordhöhe.

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