Wirtschaft : Beiersdorf hält sich fit für den Dax

beu/HB

Rolf Kunisch macht aus seinem Wunsch keinen Hehl. Am liebsten sähe der Vorstandschef der Beiersdorf AG den Kosmetik- und Pflasterkonzern als Dax-30-Wert an der Börse. Mit einer Börsenkapitalisierung von elf Milliarden Euro sei Beiersdorf schwerer als Preussag, Henkel oder Linde. "Wir wären auch im Dax ein recht ordentlicher Wert", zeigte sich Kunisch am Dienstag bei der Bilanzvorlage selbstbewusst. Und: "Wir brauchen bei unserem Wachstum aus eigener Kraft nicht unbedingt Hilfe von außen."

Dahinter steht, dass die Allianz ihren Anteil von 46,3 Prozent an Beiersdorf verkaufen will, und sich die Tchibo Holding AG, die bereits 30 Prozent hält, um dieses Paket bemüht. Die dem Vernehmen nach von der Allianz gehegte Preisvorstellung von 200 Euro pro Aktie entspräche einem Paketaufschlag von 40 Prozent und stößt bei den Tchibo-Eigentümern auf Widerstand. Der BeiersdorfVorstand bemühe sich um eine Aktionärsstruktur, mit der sich das Wachstumsmodell fortsetzen lasse, stellt Kunisch fest.

Unter dem Dach "BDF Consumer", der mit 3,5 Milliarden Euro 79 Prozent des Beiersdorf-Umsatzes von 4,5 Milliarden Euro ausmacht, fasst Kunisch das gesamte Endverbrauchergeschäft zusammen. Dabei konzentriert sich Beiersdorf auf neun Markenfamilien. Die fünf Marken Nivea, Eucerin, Hansaplast, Futuro und La Prairie werden als globale Marken geführt. Darunter dominiert die Nivea-Familie mit 2,46 (2,10) Milliarden Euro Umsatz. Atrix, 8x4, Labello und Juvena haben starke regionale oder lokale Bedeutung. Weiter unter dem Beiersdorf-Dach steht auch der Klebebandhersteller Tesa mit 672 Millionen Euro Umsatz.

2002 will Beiersdorf den Umsatz um fünf Prozent steigern, obgleich die Umsätze in Deutschland im ersten Quartal um 7,2 Prozent auf 307 Millionen Euro und in Amerika um 5,5 Prozent auf 214 Millionen Euro einbrachen. Dank des Wachstums in Europa und Asien kann Beiersdorf aber im ersten Quartal um 5,1 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro wachsen.

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