Wirtschaft : Beiersdorf: Nivea beschert dem Konzern Rekordergebnis

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Die Hamburger Beiersdorf AG will dank ihrer Topmarke Nivea in diesem Jahr weiter kräftig wachsen. Der in der Kosmetik (Nivea), Klebebändern (Tesa) und Wundversorgung (Hansaplast) tätige Konzern bleibt durch seine Kosmetikmarke von konjunkturellen Einbrüchen verschont und steuert unbeirrt auf ein neues Rekordergebnis zu. "Im letzten Jahr der D-Mark werden wir mit Nivea an die fünf Milliarden Mark-Schwelle herankommen", ist Beiersdorf-Sprecher Peter Nebel überzeugt. Dies entspräche rund 2,5 Milliarden Euro nach 2,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Im ersten Halbjahr haben die Umsätze mit der Markenfamilie Nivea um 20 Prozent zugelegt.

Wie Beiersdorf in seinem Halbjahresbericht mitteilt, rechnet der Kosmetikhersteller für das Gesamtjahr mit einem Wachstum des Konzernumsatzes aus eigener Kraft von zehn Prozent auf über 4,5 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) wird nach laufender Schätzung auf über 450 Millionen Euro, der Jahresüberschuss auf über 270 Millionen Euro ansteigen. Damit hat Beiersdorf bei den Ertragsschätzungen für dieses Jahr noch einmal draufgesattelt.

Im ersten Halbjahr wuchs der Konzernumsatz um 11,9 Prozent auf 2,39 Milliarden Euro. Zwei Prozent des Wachstums waren auf Zukäufe zurückzuführen. Der Vorsteuergewinn (Ebit) kletterte sogar um 24,1 Prozent auf 290 Millionen Euro, doch wird er durch Sondereffekte verzerrt. So kassierte Beiersdorf 38 Millionen Euro für den Verkauf des Geschäftszweiges "Spezielle Wundversorgung". Aber auch ohne Sondereffekte festigte sich die Ebit-Rendite auf 11,3 Prozent (Vorjahr: elf Prozent). Die Kosmetik-Sparte, in der auch Nivea verbucht wird, steigerte den Umsatz um 14,5 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Als Ebit wurden 224 Millionen Euro erwirtschaftet (plus 25 Prozent). In der Wundversorgung wurden 484 Millionen Euro (plus elf Prozent) umgesetzt und ein Ebit von 56 (33) Millionen Euro verdient. Der Tesa-Umsatz lag mit 346 Millionen Euro um 2,9 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

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