Wirtschaft : Beiersdorf plant Zukäufe im Ausland Kosmetikhersteller will Preise im Inland anheben

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Hamburg Der Kosmetik- und Körperpflegehersteller Beiersdorf (Nivea, Eucerin, Labello), will auf dem gesättigten deutschen Markt 2005 durch leichte Preiserhöhungen und Innovationen vor allem im Bereich Männerkosmetik mehr umsetzen und den Ertrag steigern. „Wir wollen 2005 stärker als der Markt wachsen. Preisreduzierungen sind hierbei aber kein Mittel, um das Wachstum anzukurbeln“, sagte der künftige Vorstandschef Thomas-Bernd Quaas bei der Vorlage der Bilanz am Mittwoch. Eine genaue Prognose gab Quaas aber nicht ab.

Der Konzern steigerte seinen Umsatz 2004 um 2,5 Prozent auf 4,55 Milliarden Euro. In Deutschland setzte Beiersdorf mit 999 Millionen Euro 1,2 Prozent mehr um. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) entwickelte sich dabei im Inland deutlich besser als in Europa. Zahlen wurden nicht genannt. In Amerika, Afrika, Asien und Australien musste Beiersdorf hingegen einen Ertragsrückgang hinnehmen. Künftig soll der Ertrag in den Regionen aber wieder steigen. Dafür soll auch ein Umbau im Vorstand sorgen. Der soll stärker in das Geschäft der operativen Gesellschaften vor Ort eingreifen als bisher.

Dabei will Quaas auch durch Zukäufe das Wachstum in Asien und Südamerika ankurbeln. „Wir wollen in diesen Regionen aber nur Akquisitionen tätigen, die Kraft und Qualität des Geschäfts weiterentwickeln“, sagte Quaas. Der künftige Vorstandschef hatte bereits vor kurzem erklärt, dass er hier Akquisitionsmöglichkeiten prüfe. Dem Konzern steht hierfür eine prall gefüllte Kriegskasse von mehr als 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Zudem könne er die Zukäufe auch durch eigene Aktien finanzieren. Das Unternehmen hatte nach der Abgabe des 40-prozentigen Anteilspakets durch den Versicherungskonzern Allianz eigene Aktien erworben. An der Börse ist das Paket derzeit mehr als 700 Millionen Euro wert. Der Aktienkurs legte am Mittwoch 2,6 Prozent auf 86,50 Euro zu. lip (HB)

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