Wirtschaft : Beiersdorf profitiert von Nivea

HAMBURG (lip/HB).Die Hamburger Beiersdorf AG erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Ertragssprung.Der Jahresüberschuß des Pflege- und Kosmetikkonzerns solle 1998 auf 265 (140,3) Mill.DM steigen, erklärte das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg.Der Konzernumsatz erhöhte sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 5,7 Prozent auf 3,42 Mrd.DM.Der Jahresüberschuß verdoppelte sich im 1.Halbjahr annährend auf 159 Mill.DM gegenüber 85,9 Mill.DM in den ersten sechs Monaten 1997.Bei der Bereinigung des Vorjahresergebnisses um den außerordentlichen Restrukturierungsaufwand der Sparte Tesa erhöhte sich der Jahresüberschuß hingegen um 9 Prozent.Das Halbjahresergebnis zeige, daß der Gewinneinbruch 1997 durch die Kosten der Neuordnung der Tesa-Sparte ein einmaliges Ereignis gewesen sei.Beiersdorf knüpfe 1998 wieder an die Renditen früherer Jahre an.Der Konzern stockte seine Belegschaft um 3,6 Prozent auf 17 302 Mitarbeiter auf.

Beiersdorf entwickelte sich im 1.Halbjahr 1998 in den einzelnen Regionen und Sparten sehr unterschiedlich: So wuchs in Deutschland der Umsatz leicht um 2,5 Prozent.Getragen wurde das Wachstum vor allem durch die Cosmed-Sparte, die durch die Neueinführung von Nivea Beauté ein Umsatzplus von 7,1 Prozent erreichte.In der Sparte medical sank hingegen der Umsatz um 4,5 Prozent.Verantwortlich gemacht werden hierfür Kostendämpfungsmaßnahmen im Gesundheitswesen.Der Umsatz der Tesa-Sparte sank wegen der Sortimentsbereinigung in Deutschland um 1,6 Prozent.

Deutlich stärker war das Umsatz-Wachstum im Ausland um 7,3 Prozent.In Europa (ohne Deutschland) wuchs der Umsatz um 12,4 Prozent, wobei die neu konsolidierte Beiersdorf-Lechia in Polen 4,5 Prozent Prozentpunkte zum Wachstum beisteuerte.In Noramerika sowie Mexiko beziffert der Vorstand den Umsatzzuwachs mit 4,1 Prozent.

Einen Umsatzrückgang von mehr als 10 Prozent mußte der Konzern im asiatischen Raum hinnehmen.In Südamerika legte der Umsatz um mehr als 10 Prozent zu, in Australien lag er kursbedingt unter dem Vorjahr.

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