Wirtschaft : Beim Einsteigen nicht stolpern

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RICHTIGER ZEITPUNKT

Den wenigsten Anlegern gelingt es, den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg an der Börse zu erwischen. Beim aktuellen Niveau von 6000 Dax-Punkten erscheint der Kauf von Aktien allerdings riskant . Binnen zwölf Monaten hat der Dax mehr als 40 Prozent zugelegt. Das Risiko von Rückschlägen ist also groß.

DEPOT ABSICHERN

Wer dem Kursanstieg nicht traut, aber trotzdem gerne dabei wäre, wenn es weiter nach oben geht, sollte sein Aktiendepot absichern. Unerlässlich sind so genannte Stopp-loss-Marken , bei denen die Bank (gegen Gebühr) Aktien oder Fonds automatisch verkauft, wenn der Wert einer Aktie oder eines Fonds unter ein bestimmtes Niveau sinkt. Wer das Risiko scheut, setzt eine Verkaufsmarke bei zehn bis 15 Prozent unter dem Einstiegskurs.

RISIKEN STREUEN

International anlegende Investmentfonds oder Zertifikate streuen das Risiko breiter als Einzelwerte oder Spezialfonds. Wer also nicht ständig Geschäftsberichte und Aktienanalysen studieren will, fährt mit solchen Produkten besser. Wenig Aufwand ist auch bei Indexprodukten nötig, deren Wertentwicklung 1:1 an einen Index gekoppelt ist. Hier können Anleger auch Managementgebühren sparen. Aber: Sinkt der Index, schrumpft auch der Wert des abgeleiteten Zertifikates oder Fonds im gleichen Umfang.

ZEIT NEHMEN

Es empfiehlt sich, regelmäßig mit kleineren Beträgen und langfristig zu sparen, statt sein gesamtes Vermögen auf einen Schlag anlegen zu wollen. So werden Kursschwankungen ausgeglichen. Das in Aktien investierte Geld sollten Anleger in der Regel mindestens fünf Jahre nicht brauchen. Wie hoch der Anteil der Aktien am Gesamtvermögen sein sollte, berechnet eine Faustformel: 100 minus Lebensalter . Ein 30-Jähriger kann also durchaus 70 Prozent Aktien halten. mot

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