Wirtschaft : Beim Fondstest schneiden die meisten schlecht ab

BERLIN (AFP/rtr). Erhebliche Qualitätsunterschiede hat die Stiftung Warentest beim Vergleich von 27 Fondsgesellschaften ermittelt. Nur fünf Gesellschaften erhielten das Qualitätsurteil "gut", wie es in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest" heißt. Untersucht wurden neben der Wertentwicklung von Aktien- und Rentenfonds auch die Depotkosten, die Kosten für einen Fondswechsel und die Informationsangebote. In der Anlagestrategie überzeugte demnach vor allem die Gesellschaft Baring, deren Fonds bis auf eine Ausnahme gute Ergebnisse erzielten. Der Gesellschaft sei es als einziger von 27 geprüften Anbietern gelungen, in den vergangenen fünf Jahren sowohl bei Aktien- als auch bei Rentenfonds gute Werte vorzuweisen, heißt es. Zu den Spitzenreitern zählten weiter Mercury, Fidelity, Fleming und die deutsche Fondsgesellschaft DGZ-Deka. Am schlechtesten schnitten nach der am Dienstag veröffentlichten Studie die Firmen Adig Luxemburg, BWK, DBIM, BfG Invest, Frankfurt-Trust, CSAM sowie Union Luxemburg ab.Wer Fonds direkt bei der Gesellschaft kauft und dort verwalten läßt, kommt laut "Finanztest" meist billiger weg als bei Nutzung von Dienstleistungen einer Bank. Fondsgesellschaften verwalten allerdings grundsätzlich nur eigene Fonds. Auch die Depotkosten der Gesellschaften unterscheiden sich demnach erheblich: Im günstigsten Fall sei das Depot gratis, es könne aber auch jährlich mehr als 0,3 Prozent der Anlagesumme kosten. Noch drastischer seien die Unterschiede bei den sogenannten Switchkosten, wenn der Sparer innerhalb der Gesellschaft den Fonds wechselt. Sie reichen bis zu mehr als einem Prozent der Anlagesumme. Darüber hinaus schreiben viele Fondsgesellschaften eine Mindestanlagesumme vor.Bei der Auswahl der Fonds raten die Verbraucherexperten den Anlegern zu Gesellschaften, die in der Vergangenheit bereits gute Ergebnisse erzielt haben. In den Kaufaufträgen können Sparer ankreuzen, ob sie etwa monatlich einen bestimmten Betrag anlegen wollen. Wer sich allerdings nicht zeitaufwendig um seine Anlage kümmern und außerdem beraten werden möchte, sollte statt des Kontos bei einer Fondsgesellschaft ein Depot bei einer Bank bevorzugen.

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