BEISHEIM-CENTER AM POTSDAMER PLATZ : Verewigt zu Lebzeiten

Es ist eines der seltenen Berliner Großprojekte, das den Namen seines Erbauers schon zu Lebzeiten in Beton verewigt hat: das Beisheim-Center zwischen Leipziger und Potsdamer Platz. Mit der Fertigstellung des Ensembles auf dem früheren Lenné-Dreieck am Rande des Tiergartens, in das 460 Millionen Euro investiert wurden, schloss sich 2004 eine der letzten großen Baulücken im Herzen Berlins. Genau genommen besteht das Beisheim-Center aus fünf Gebäuden. Das auffälligste ist der 72 Meter hohe Kopfbau nach Plänen des Architekturbüros Hilmer und Sattler. Ein feines Spiel aus Sprossen und Säulen betont die Vertikale und verleiht der berlintypischen steinernen Fassade sachliche Eleganz und erinnert an die US-Architektur der 1930er Jahre. Das Hotel Ritz-Carlton bietet insgesamt 303 Zimmer sowie Suiten im Turm, in den oberen Etagen gibt es auch Wohnungen, deren Nutzer auf das Servicepersonal des Hotels zurückgreifen können. Von astronomischen Preisen berichten Branchenkenner, ohne konkrete Zahlen nennen zu wollen. Während Touristen den Gebäudeblock entlang der Erbertstraße bevölkern, herrscht Ruhe im Inneren des Blockes, auch entlang der öffentlichen Straßen, wo Firmen die Büroflächen nutzen. Auch diese Bauten zeichneten namhafte Baumeister: der Architekt der Museumsinsel David Chipperfield war am Entstehen beteiligt, von Bernd Albers stammen die Pläne für das zweite Fünf-Sterne-Hotel am Platze, das Marriott. Modersohn & Freiesleben entwarf ein Bürohaus. 36 Appartements mit Blick in den Tiergarten gibt es im Norden, in den Erdgeschossen finden sich Restaurants und Läden sowie Spa-Bereiche in den Hotels. ball

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