BEISPIELE AUS DER WIRTSCHAFT : Attraktiv für Eltern

INDUSTRIE



Da kann ja nichts mehr schiefgehen: „Das Thema ,Familie und Beruf’ hat einen festen Platz im Herz der Wirtschaft.“ Behauptet jedenfalls der Arbeitgeberverband Gesamtmetall, der mit Maschinen- und Fahrzeugbau die wichtigsten Industriebranchen erfasst. Vor allem in großen Unternehmen gibt es Angebote für Mütter und Väter, bei Continental zum Beispiel betriebliche Kitaplätze und ein Tagesmütternetzwerk. Daimler hat rund 300 Arbeitszeitmodelle, die Mütter und Väter zu flexibler Arbeit nutzen können. Und die Telekom-Mitarbeiter können sich während der Elternzeit mit dem Netzwerkprogramm („Stay in Contact“), auf dem Laufenden halten.

BERLIN

Kammern und Verbände, DGB und der Beirat für Familienfragen verfassten im vergangenen November eine „Deklaration zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“. Ausgangspunkt ist der Fachkräftebedarf. Bis 2020 werden in der Stadt schätzungsweise 100 000 und bis 2030 sogar 200 000 zusätzliche Fachkräfte gebraucht. Die Familienfreundlichkeit gilt den Unterzeichnern „als Schlüssel für eine moderne Fachkräftesicherung“. Durch Informationen, Musterbeispiele und Preise sollen die Firmen motiviert werden, an der Vereinbarkeit zu arbeiten. Konkret genannt werden die Förderung von Alleinerziehenden und Gestaltungsoptionen bei der Arbeitszeit.

VORBILDER

Alle zwei Jahren gibt es den Landeswettbewerb „Unternehmen für Familie“, der Preise nach unterschiedlichen Betriebsgrößen vergibt. Bei den Kleinbetrieben gewann die Steuerberatungskanzlei Katrin Fischer, bei den mittelgroßen (bis 100 Mitarbeiter) das Koch Sanitätshaus, und bei den größeren Unternehmen die Gasag. Beim Steuerberater gibt es diverse Maßnahmen von Gleitzeit über Heimarbeit bis zu Zuschüssen für die Kinderbetreuung. Die Gasag kooperiert mit einem Familienservice, der bei der Suche von Kita- oder Pflegeheimplätzen und bei der Ausstattung von Heimarbeitsplätzen hilft. Ziel der Anstrengungen: als Arbeitgeber attraktiv sein. alf

0 Kommentare

Neuester Kommentar