BEISPIELE : Nur wer alt wird, hat etwas vom Riestern

FRAU (35), ZWEI KINDER



Im Jahr 2043 beginnt zwar ihre Rente, die heute 35- Jährige (Jahreseinkommen: 30 000 Euro), die am 1. Januar 2011 eine Riester-Versicherung abgeschlossen hat, müsste aber fast 110 Jahre alt werden, wenn sie die in ihre Police eingezahlten Beiträge, die staatlichen Zulagen und eine Rendite von 2,5 Prozent wieder herausbekommen wollte. Fünf Prozent Rendite sind nach menschlichem Ermessen nicht erreichbar, so lautet das Ergebnis der DIW-Modellrechnung. Ein paar Jahre früher, mit fast 85, wären 2,5 Prozent Rendite erreichbar, wenn der Versicherer zusätzlich zu den Garantieleistungen auch Überschüsse ausschüttet. Zum Vergleich: Wäre der Vertrag schon 2001 abgeschlossen worden, würde er sich ab einem Alter von 90 (bzw. 82) mit 2,5 Prozent rentieren.

MANN (50),KEINE KINDER

Da heute Unisex-Tarife gelten, sind Männer und Frauen gleich (schlecht) gestellt. Gut 104 Jahre müsste der Mann (Jahreseinkommen: 30 000 Euro; Rentenbeginn: 2027) alt werden, wenn sein 2011 abgeschlossener Riester- Vertrag 2,5 Prozent einbringen soll. Fast 87 Jahre wären es, wenn auch Überschüsse fließen. Ohne diese sind fünf Prozent Rendite nicht erreichbar. mot

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